Factoring kann sinnvoll sein – aber nicht für jeden Betrieb


Stephan Ninow

Auf die Kosten achten. Überhaupt dürften die Kosten häufig eine Rolle spielen, wenn Unternehmen nicht auf Factoring zurückgreifen. So ist davon auszugehen, dass immerhin zwischen zwei und drei Prozent des Rechnungsbetrages an den Dienstleister gehen. Diese Kosten setzen sich zusammen aus der Factoring-Gebühr, den Zinsen für den Zeitraum der Bevorschussung und sonstigen Kosten. Enthalten ist ein Dienstleistungs- und ein Delkredereanteil. In die Kostenberechnung fließen etwa Jahresumsatz, Anzahl von Kunden und Rechnungen, durchschnittliche Rechnungshöhe, Risiken, Zahlungsbedingungen, Branche oder durchschnittliche Forderungslaufzeiten ein. Vergleichsweise hohe Gebühren zahlen Unternehmen, wenn beispielsweise die Einmalkäufer überwiegen, häufige Reklamationen anfallen oder der Jahresumsatz niedrig ist. Wer dagegen über eine homogene und »unkritische« Käuferschaft mit guter Risikoverteilung verfügt, kann sogar unter die genannten Prozentzahlen kommen.

Diesen Ausgaben stehen nach Hämmerlings Erfahrung jedoch Einsparungen gegenüber. „Wir sind nun Skontozahler und sparen dadurch einen Teil der Factoringkosten ein. Ebenso stehen wir bei der Bank nicht mehr im Soll und sparen so die sonst fälligen Überziehungszinsen“. Im Idealfall liegt die Gebühr sogar ganz im Skontobereich.

Geringer Aufwand. Der Ablauf ist laut Stephan Ninow, Geschäftsführer des Factoring-Dienstleisters Abcfinance, simpel: „Die Druckerei reicht ihre Rechnungen nach Rechnungsstellung ein und erhält von uns binnen weniger Tage 90 Prozent der Rechnungssumme. Die restlichen zehn Prozent folgen, sobald der Kunde seine Rechnung an Abcfinance beglichen hat“. Wer seinen Partner gefunden hat, kann damit auch im eigenen Unternehmen sparen. Denn die Verfolgung der offenen Forderungen und das Mahnwesen binden oftmals Ressourcen. Diese lassen sich dann anderweitig einsetzen. 

Wer ist geeignet für Factoring? 

Anonymer Check n Obwohl Factoring viele Vorteile bringt, eignet sich diese Art der Finanzierung nicht für jedes Unternehmen. So sollte beispielsweise der Jahresumsatz mindestens 250000 Euro betragen und die Kundenstruktur ausgewogen sein. Mit Hilfe des Factoring-Check von Abcfinance kann eine Druckerei diese und weitere Faktoren anonym im Internet überprüfen und erhält online das Ergebnis. Dieses lässt sich sofort ausdrucken oder als PDF-Datei speichern. Damit entfällt die aufwändige Anforderung von Angeboten. Der Factoring-Check findet sich im Internet unter www.abcfinance.de im Bereich Factoring.

Autor: Martin Schwer
Erschienen im DD 35/2009

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