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Wirtschaftlicher Erfolg hängt auch vom Führungsstil ab

Prof. Dr.-Ing. Heinrich Witting

Wertorientierte Führung (1). Ein hohes Maß an Übereinstimmung von Unternehmenswerten und persönlichen Werten stellt eine wichtige Voraussetzung dar, um den Erfolg einer Unternehmung – ausgedrückt durch betriebswirtschaftliche Kennzahlen – zu steigern. In einem zweiteiligen Beitrag stellt Prof. Dr.-Ing. Heinrich Witting in Deutscher Drucker die Grundlagen, Ziele und Erfolge einer wertschätzenden und wertorientierten Führung dar.

Gerade in den Zeiten, in denen Unternehmen in wirtschaftlich schwierigem Umfeld agieren müssen, stehen Fragen nach den Zukunftsaussichten mit der Entwicklung von Produkten und deren Absatzmöglichkeiten im Fokus der Betrachtung. Der deutschen Wirtschaft wird von verschiedensten Seiten bescheinigt, dass sie gut aufgestellt und für die Bewältigung der Schwierigkeiten gerüstet sei. Dies bezieht sich einerseits auf die technische Ausrüstung, die Innovationskraft und die Akzeptanz der angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Andererseits spielen aber auch die organisatorische Ausrichtung und die Art, wie Führung in den Unternehmen gelebt wird, eine entscheidende Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen.

Grundlagen. Eine an Werten orientierte Unternehmensführung ist dann gegeben, wenn ein ausgewogenes Verhältnis von ethischen, materiellen und immateriellen Werten erreicht werden kann. Dabei werden Gewinn, Anlagevermögen, Investitionen den materiellen Werten zugeordnet, während Kooperation, Teamgeist, Innovationsklima zu den immateriellen Werten zu zählen sind. Begriffe wie Gleichberechtigung, Integrität, Sinn gehören  in unserem Sprachgebrauch zu ethischen Werten.

Werte lassen sich aber auch weiter in die Kategorien Leistung, Kommunikation, Kooperation und Moral einteilen. Dabei zählen Nutzen, Kompetenz, Flexibilität, Kreativität, Qualität zu den Leistungswerten, während Teamgeist, Konfliktfähigkeit, Offenheit, Kommunikationsorientierung zu der Kategorie der Kooperationswerte gehören. Werte wie Achtung, Offenheit, Transparenz, Risikobereitschaft fallen in die Kategorie Kommunikationswerte. Den moralischen Werten werden Integrität, Fairness, Ehrlichkeit, Vertragstreue, Verantwortung zugeordnet (Heinemann, 2009).

Normen stellen Verpflichtungen oder verbindliche Erwartungen dar und fußen auf Werten. So hat zum Beispiel die Verhaltensregel, immer die Wahrheit sagen zu müssen, den Wert Ehrlichkeit zur Grundlage.

Abb. 1: Werte, auf denen die Führungsgrundsätze der Axel Springer AG beruhen (AS AG, 2009).

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