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Fünf goldene Regeln für eine Business-App

Mobile Inhalte selbst anbieten
 

Der deutsche Mobilfunkmarkt: In Deutschland gibt es bereits 61 Millionen mobile Nutzer, 31 Millionen davon haben ein Smartphone. (Quelle: Comscore 2012)

Smartphones sind längst zum Mittelpunkt unseres digitalen Lebens geworden. Laut aktuellen Studien lädt sich jeder zweite Nutzer zusätzliche Apps herunter. Lohnt es sich also als Druckunternehmen, eine eigene Business-App aufzusetzen? Lassen sich so tatsächlich Kunden an das Unternehmen binden? Wie so oft kommt es dabei weniger auf das „ob“ an als auf das „wie“.

Stefan Sucker, Geschäftsführer der We4IT GmbH in Bremen, die auf Groupware- und E-Business-Lösungen spezialisiert ist, kann sich für Druckunternehmen diverse mo­bile Anwendungen vorstellen – beispielsweise im B-to-B-Be­reich die Implementierung von Shopsystemen oder die Steuerung des Außen­diensts via App.
Für Endkunden bieten sich aus seiner Sicht besondere Features wie SMS-Dienste oder eine Sendungsverfolgung übers Smartphone an. Laut Sucker kann sich eine Business-App für jedes Unternehmen lohnen – unabhängig von der Größe und der Branche.

Business-App als B-to-B- oder B-to-C-Tool

„Natürlich sollte jedes Unternehmen für sich eine Kosten-Nutzen-Analyse aufstellen, bevor es eine Business-App einsetzt. Danach ist zu überlegen, welche Zielgruppe sie nutzen soll. Dient die Business-App nur der internen Kommunikation oder wird sie als B-to-B- oder B-to-C-Tool eingesetzt?“, so der We4IT-Chef. Die Nutzung innerhalb eines Unternehmens könne vielfältig sein. Entweder zur Kommunikation oder zur Information der Mitarbeiter, Kunden oder Partner. So könne der Außendienst damit einfacher auf Produktinformationen zugreifen und er sei über Controllingfunktionen einfacher zu steuern. Und Führungskräfte könnten jederzeit schnell sowie einfach informiert werden und bekämen Einblick in die aktuellen Vorgänge im Unternehmen – egal, wo sie sich gerade aufhalten.
Gleichzeitig könne man die Business-App auch im B-to-C-Bereich anwenden – zum Beispiel für spezielle Promotion­aktionen oder Shopssysteme.

Was bei der Implementierung einer Business-App im Detail zu beachten ist, verrät er anhand von fünf „goldenen Regeln für Business-Apps“.

Fünf goldene Regeln für eine Business-App

1. Eigene Konzepte statt Kopien
Ganz wichtig ist eine individuelle Analyse der Anwendungen und des Nutzungsverhaltens der eigenen Mitarbeiter. Häufig steht zunächst der Gedanke „Wir brauchen eine App“ im Vordergrund – ohne ein dahinterstehendes Konzept. Gerne wird auch die App eines anderen Unternehmens als Vorlage genommen. Unternehmen müssen jedoch individuelle Faktoren klären. Nur dann entspricht die Anwendung auch längerfristig den eigenen Ansprüchen. Welche Funktionen soll die App haben? Welcher Mitarbeiter muss auf welche Daten und Funktionen mobil zugreifen? Für wen sind welche Datenbanken erforderlich? Oder wie oft werden welche Funktionen überhaupt genutzt? Nach Analyse der Anforderungen stellt sich vielleicht heraus, dass eine browserbasierte Lösung eine sinnvollere Alternative ist.

2. Sicherheit geht vor
Eine mobile Anwendung muss über ein effizientes Rechtekonzept verfügen. Hierbei gilt es, einige Fragen im Vorfeld zu klären: Wie geht das Unternehmen zum Beispiel mit kritischen Daten um? Wie werden diese geschützt? Welcher Mitarbeiter darf auf welche Daten zugreifen? Oder wie erfolgt dabei die Verschlüsselung? Andernfalls ist der Missbrauch unternehmenskritischer Daten programmiert.

3. Kosten kontrollieren
Schon im Vorfeld müssen Unternehmen den zeitlichen Rahmen, die Kosten und aufkommende Eventualitäten mit dem Entwickler abstecken. Sonst drohen Kostenfallen. Oft sind Anpassungen notwendig, die das Projekt verzögern. Ohne vorherige Absprache können die Kosten für die Entwicklung immens steigen. Daher gilt: je kürzer die Entwicklungs- und Projektierungsphase, desto überschaubarer die Kosten. Es gibt beispielsweise Lösungen, bei denen Datenbanken bereits innerhalb weniger Stunden in eine App portiert werden.

4. Nicht in Schönheit „sterben“
Ein schönes App-Design kommt meist gut an und kann beim Kunden, mit dem der Außendienst verhandelt, für einen Aha-Effekt sorgen. Entscheidend sind aber letztlich die Funktionalitäten. Eine aufwendig gestaltete App kostet Zeit und Geld. Geben Bedarf und Budget genug Spielraum, ist eine gute Gestaltung erstrebenswert. Allerdings nützt diese wenig, wenn die App in der Praxis zu lange lädt oder nicht funktioniert. Daher sollte die Funktionalität bei der Entwicklung stets Priorität haben.  

5. An die Zukunft denken
Schon vor der Entwicklung einer App sollten Unternehmen großen Wert auf die Flexibilität ihrer Anwendung legen. Lässt sich die Lösung funktional erweitern beziehungsweise wie? Welche Kosten und welchen zeitlichen Rahmen gilt es hierfür einzuplanen? Oder ist gleich eine zeitintensive Neuentwicklung erforderlich? Aufgrund der schnellen technologischen Veränderungen und Anforderungen wird die Entwicklung der App sonst zum teuren Langzeitprojekt.

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