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Grüne Druckdienstleistungen können auch als „Innovation“ gefördert werden

Druckereien, die Investitionen in Umweltschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen planen, sollten sich hinsichtlich geeigneter Förderprogramme von erfahrenen Consultants zielorientiert beraten lassen. Denn der Bereich Technologieförderung ist unübersichtlich und ein Buch mit mindestens sieben Siegeln.

Förderprogramme. Lässt sich die Umsetzung energiesparender, umweltschonender Maßnahmen im Unternehmen direkt mit der Entwicklung neuartiger Produkte oder Dienstleistungen in Verbindung bringen, so besteht die Möglichkeit, diese Maßnahmen auch durch Innovationsprogramme fördern zu lassen. Allerdings sollte man sich von technischen Unternehmensberatern unterstützen lassen, die sich mit der Fördermittelbeantragung auskennen.

Neben dem ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm gibt es für mittelständische Druckdienstleister weitere Möglichkeiten, unter be­stimmten Umständen an Fördermittel beziehungsweise zinsgünstige Kredite für ihre Investitionsprojekte (auch mit ökologischem Hintergrund) zu kommen. Zwei Förderprogramme, die in der Praxis vor allem bei etwas größeren Mittelständlern der Branche mit eigener Entwicklungsabteilung zum Tragen kommen dürften, sollen hier kurz vorgestellt werden: Das ERP-Innova­tionsprogramm sowie ZIM, das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand.

ERP-Innovationsprogramm. Dieses Programm aus der Bundesförderung dient der langfristigen Finanzierung marktnaher Forschung und Entwicklung neuer innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen (Programmteil 1) sowie ihrer Markteinführung (Programmteil 2). Förderfähig über die KfW-Bankengruppe sind somit einerseits alle FuE-Aufwendungen für Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsinnovationen (1 – z.B. Personaleinzel-, Gemein-, Reise-, Material- sowie EDV-Kosten, FuE-Aufträge, Investitionskosten et cetera.). Zum anderen all jene Maßnahmen, die zur Erschließung neuer Märkte oder der Einführung neuer Produktionsmethoden notwendig sind (2 – z.B. Kosten für Unternehmensberatung, Fortbildung, Marktforschung, Maschineninvestitionen et cetera.).

Für den Programmteil 1 kann pro Projekt maximal ein Kreditbetrag von 5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden. Sonderbedingungen gelten hier für die neuen Bundesländer und Berlin. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit maximal 125 Mio. Euro Jahresumsatz, in Ausnahmefällen auch bis 500 Mio. Euro. Der Kreditrahmen beim Programmteil 2 erstreckt sich auf maximal 2,5 Mio. Euro (ebenfalls mit Sonder­bedingungen für die neuen Bundesländer und Berlin). Auf ihn können Unternehmen mit maximal 250 Beschäftigten und maximal 50 Mio. Euro Jahresumsatz oder 43 Mio. Euro Bilanzsumme hoffen.

Konditionen. Für das Finanzierungspaket, das aus einem klassischen Kredit (Fremdkapitaltranche) und einem Nachrangdarlehen (Nachrangtranche) besteht, sind derzeit effektive Zinssätze ab 2,22% (nom. 2,20%) möglich. Der Zinssatz wird unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers (Bonität) und der Werthaltigkeit der für den Kredit gestellten Sicherheiten von der Hausbank festgelegt, da die KfW-Kredite ja nicht unmittelbar, sondern ausschließlich über Kreditinstitute gewährt. Hierbei erfolgt eine Einordnung in eine der von der KfW für Fremdkapitaltranchen vorgegebenen Bonitätsklassen und Besicherungsklassen. Durch die Kombination von Bonitäts- und Besicherungsklasse ordnet die Hausbank den Förderkredit einer der ebenfalls von der KfW vorgegebenen Preisklassen zu. Jede Preisklasse deckt eine Bandbreite ab, die durch eine feste Zinsobergrenze (Maximalzinssatz) abgeschlossen wird.

Laufzeit und der entsprechende Zinssatz werden auf zehn Jahre festgeschrieben, die Auszahlung erfolgt zu 100%. Der Finanzierungsanteil für Programmteil 1 des ERP-Innovationsprogramms kann bis zu 100% der förderfähigen Kosten betragen. Bei Programmteil 2 werden maximal 50% der förderfähigen Kosten (alte Länder) mitfinanziert.

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