„Ihre Hausaufgaben müssen die Unternehmer selbst erledigen“


Die Diskussionsrunde 

Teilnehmer: Unter der Moderation von Sabrina Fritz, Leiterin der Redaktion Wirtschaft und Soziales des Südwestrundfunks, diskutierten:

  • Wolfgang Schreiner, Geschäftsführer Jungfer Druckerei GmbH (Herzberg);
  • Gerd Staehle, Geschäftsführer Henkel GmbH (Stuttgart);
  • Francisco Martinez, Vorstand Straub Druck+Medien AG (Schramberg);
  • Michael Medweth, Geschäftsführer OZ Druck und Medien GmbH (Rheinfelden);
  • Gerd Lutzeier, Geschäftsführer Konradin Druck GmbH (Leinfelden-Echterdingen);
  • Peter Dilger, Geschäftsführer Konradin Medien GmbH (Leinfelden-Echterdingen);
  • Andreas Berchtold und Roland Ort, Interim-Manager REM Plus GmbH;
  • Robert Ostler, Geschäftsführer Print Media Unternehmensberatung (Augsburg);
  • André von Friedeburg, Geschäftsführer Euler Hermes Kreditversicherung;
  • Karsten Helber, Direktor IKB Deutsche Industriebank AG (Stuttgart);
  • Guy Selbherr, Vorstand, und Eberhard Wienold, Prokurist Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH (Stuttgart);
  • Bernhard Späth, Direktor Deutsche Bank AG (Stuttgart);

Einführung: Thomas Schmoll, Partner der REM Plus GmbH (Stuttgart);
Gastgeber: Sylke Clar, Christoph Goeser, Kai Hofmann und Bernhard Maatz, alle REM Plus GmbH (Stuttgart).

Fünf Stadien der Krise 

Begriffsbestimmung: Unternehmen in der Krise durchlaufen in der Regel verschiedene Stadien, bevor es zu einer Schieflage und in letzter Konsequenz zu einer Insolvenz kommt.

Grundsätzlich können verschiedene Krisenstadien unterschieden werden:

  1. Die Stakeholderkrise: Als Stakeholder bezeichnet man alle Gruppierungen, die das Unternehmen im weitesten Sinne beeinflussen, wie Eigentümer, Unternehmensleitung, Mitarbeiter und ihre Vertretung, Lieferanten, Kunden, Gläubiger, Banken et cetera. Krisen auf dieser Ebene sind oft vorgelagert und entstehen durch dauerhafte Konflikte zwischen diesen Gruppen und ihren Mitgliedern.
  2. Die Strategiekrise: Die Ursachen einer Strategiekrise sind komplex. Denkbar sind eine unzureichende Kundenorientierung, eine fehlende Beobachtung der Wettbewerbsentwicklung, eine unklare strategische Ausrichtung sowie eine Fehleinschätzung der Marktentwicklung. Neben dem Verlust von Marktanteilen können Fehlinvestitionen das Unternehmen finanziell erheblich schwächen.
  3. Die Produkt- und Absatzkrise: Die häufigsten Gründe einer Produkt- und Absatzkrise sind nicht ausreichende Marketing- und Vertriebskonzepte, Qualitätsprobleme bei Produkten, Dienstleistungen und Serviceleistungen, falsch eingeschätzte Preisentwicklung auf der Beschaffungs- und Absatzseite sowie Fehler in der Vertriebssteuerung und falsche Anreizsysteme im Vertrieb.
  4. Die Erfolgskrise: Ohne wirksames Gegensteuern in den zuvor genannten Krisensituationen folgt zwangsläufig die Erfolgskrise. Zunächst entstehen Gewinnrückgänge durch Nachfragerückgänge, Preisverfall oder Kostensteigerungen, die nicht aufgefangen werden können. Die Eigenkapitalkosten werden nicht mehr verdient, schließlich entstehen Verluste bis hin zum vollständigen Verzehr des Eigenkapitals.
  5. Die Liquiditätskrise:  Eine Liquiditätskrise entsteht schließlich aufgrund unzureichender Planungsinstrumente, durch fehlende Controlling- und Managementsysteme, mangelnde Liquiditätssteuerung, zu komplexe Finanzierungsstrukturen und mangelnde Fristenkongruenz zwischen Kapitalbindung und Kapitalbereitstellung.

Erschienen in DD 21/2009

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