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Mehr als das Übliche bieten

Das „Lookbook“: Eine gelungene Eigenwerbung der Meisterdruck GmbH in Reute.

Gedruckte Eigenwerbung. Veredelte Image-Broschüren, ausgetüftelte Selfmailer, Plakate mit Duft – hochwertige Werbemittel sind das tägliche Brot vieler Druckdienstleister. Aber wie sieht’s eigentlich mit dem Trommeln in eigener Sache aus? Deutscher Drucker hat sich bei Profis umgehört: bei denjenigen, die 2009 für ihre Eigenwerbung einen „Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie“ erhalten haben.

Dass der Schuster die schlechtesten Schuhe trägt, gilt als sprichwörtlich. Wie das bei seinen Kunden ankommt, ist allerdings ein anderes Thema. Angeblich fällt ja der Blick vieler Personalchefs beim Vorstellungsgespräch zunächst auf die Schuhe des Kandidaten. Und wenn diese ausgetreten, unangemessen oder gar ungepflegt sind, hat der Bewerber erstmal schlechte Karten.

Das Lob der anderen. Ein Rätsel also, weshalb manche Druckdienstleister ihren Internet-Auftritt vernachlässigen, altmodische Logos verwenden, ein bunt zusammengewürfeltes Muster-Allerlei an Interessenten versenden oder nur mit ihrem Maschinenpark werben. Dass es auch anders und besser geht, beweisen die Druckhäuser, die vorigen Herbst für ihre Eigenwerbung mit dem Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie ausgezeichnet wurden.

Beispielsweise die Meisterdruck GmbH in Reute, die mit ihrem „Lookbook“ den zweiten Platz ergattern konnte und dies auch den Kunden und Interessenten per Anschreiben, in ihrer Karte zum ersten Advent und auf der Homepage stolz mitteilt. „Wir sind eine kleine Druckerei im Raum Freiburg und möchten uns mit dieser Auszeichnung profilieren“, begründet Geschäftsführer Johannes Fiand den Hinweis auf das Lob der anderen – der übrigens inzwischen auch auf dem „Lookbook“ selbst klebt. „Selbstverständlich setzen wir diese Auszeichnung für unser Eigenmarketing ein“, sagt auch Werner Drechsler, Firmengründer und Geschäftsführer der Druckstudio GmbH. Das Düsseldorfer Druckhaus erhielt für seine „Image- und Produktbroschüre“ beim Innovationspreis eine Bronze-Medaille. „Wir kommunizieren das auf unserer Website und setzen das Logo überall dort ein, wo es Sinn macht, zum Beispiel auf Mailings, Kundennewslettern, Imageanzeigen, Kalendern oder Schreibtischunterlagen. Auch für die Pressearbeit haben wir die Auszeichnung genutzt.“

Das Siegerfoto von der Preisverleihung soll demnächst gleichfalls die Startseite der Seismografics JK GmbH in Unterschleißheim zieren. Das Unternehmen konnte sich mit seiner „Toolbox“ den ersten Platz beim Innovationspreis sichern. Die prämierte Eigenwerbung wird regelmäßig samt Preis auf Veranstaltungen den Kunden gezeigt. Geschäftsführer Jakob Kaikkis setzt zudem auf einen monatlichen Trendletter in gedruckter und elektronischer Form, auf Mailings zu Einzelthemen, Prospekte, weitere Publikationen, auf eine Homepage mit Suchmaschinenoptimierung und „natürlich auf einen technisch perfekt ausgebildeten und lösungsorientierten Außendienst“. „Sehr häufig“ entstehe allerdings ein Kundenkontakt durch die „Empfehlung zufriedener Partner“.

Die „Toolbox“ von Seismografics.

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