Die Risiko-Begrenzer


Gebündelte Interessen. Hinter diesem schlanken, „hemdsärmeligen” Workflow steckt jahrelange Erfahrung im Umgang mit und in der Einordnung von Schadensfällen in der Druckindustrie. Dies, und die enge Verdrahtung mit dem Kunden (auch, was die ständige Kundenberatung im Bereich Risikomanagement und Prävention angeht) sind sicherlich die großen Stärken des Makler-Duos. Entsprechend sieht man sich auch als Business-Beratungsdienstleister, der die Sprache der Kunden spricht. „Wichtig ist hier aber auch, dass die Kunden mit uns im Dialog bleiben, zumindest über die jährlichen Erfassungsbögen”, betont Wilhelm Seyfarth.

Das Versicherungsgeschäft selbst verteilt SDI bewusst auf verschiedene Risikoträger, um Schäden „breiter zu schultern”. Dies ist der Beitragsstabilität zuträglich. Mit den Versicherungsgesellschaften hat SDI gar einen eigenen Abrechnungsverbund. Oliver Schaeben: „Viele Großmakler kaufen Policen ein und verwalten dann nur noch. Viele Kleinstmakler sind vielleicht billiger, haben aber noch nie eine Druckerei von innen gesehen. Wenn die dann einen Schaden abwickeln müssen, geht das meist nach hinten los. Ich denke, im Verbund mit unseren Mitgliedern haben wir deutlich mehr zu bieten. Wegen 5% am Beitrag streiten wir sicherlich nicht herum, denn wir sind nicht auf Wachstum um jeden Preis angewiesen! Es muss sichergestellt bleiben, dass wir beide auch in Zukunft bei Not jederzeit direkt für jeden Kunden zur Verfügung stehen.”

Haftungsmanagement. Trotzdem konnte die SDI auch in diesem Jahr 15 neue Mitglieder hinzugewinnen. Zudem hat der „Verband” gemeinsam mit der im Bereich Großindustrie/Versicherungen erfahrenen Sozietät Dr. Friedhelm Nickel (Edermünde) für den Bereich Produkthaftung ein interessantes Haftungsmanagementsystem aufgebaut, das Inhaber und Geschäftsführer über AGBs schlau machen soll, und darüber, wie man sich davor schützen kann, in Haftung genommen zu werden. Denn die Folgen von „Haftungsvereinbarungen” in Verträgen sind vielen Unternehmern gar nicht klar. So können etwa ISO-zertifizierte Betriebe dadurch regelmäßig ihren Haftpflichtschutz verlieren ... Bei hohen Reklamationsforderungen übermittelt SDI den Schaden nun also direkt an den Rechtsanwalt und dieser kümmert sich um die Abwicklung des Falls.

Inzwischen hat die Sozietät für die SDI auch ein Vertragswerk erarbeitet, das solche Fälle im Umfeld von Mediasecur unterbinden soll. Versicherungsträger, die nicht nach diesen SDI-Bedingungen „spielen” wollen, werden künftig von AC gar nicht mehr als Partner akzeptiert.

Das von Oliver Schaeben und Dr. Nickel entwickelte Managementsystem ist als „Haftungskompendium”, also in Form eines juristischen Leitfadens, käuflich zu erwerben. Der Preis richtet sich nach der Größe des interessierten Betriebes. Jeder Unternehmer kann sich hiermit in diesem Bereich präventiv vorbereiten und erkennen, was er betriebsablauftechnisch noch zu erledigen hat.

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