Der „richtige” Steuerberater: Das sollte er Ihnen bieten


Soll der Steuerberater gleichzeitig auch als Unternehmensberater fungieren, setzt das eine besondere Qualifikation voraus – ein betriebswirtschaftliches Studium ist hier von Vorteil.

Die Fachkompetenz. In den letzten Jahren wurden die Hürden für den erfolgreichen Abschluss der Steuerberaterprüfung kontinuierlich erhöht. So wächst die Zahl der Steuerberater, die ihr unterschiedliches steuerliches Spezialwissen in gemeinsame Sozietäten einbringen – zum Vorteil ihrer Mandanten, denen damit ein geballtes Know-how zur Seite steht. In diesen Gemeinschaftskanzleien sitzt regelmäßig zumindest ein Berater, der auch über ein abgeschlossenes betriebswirtschaftliches Studium verfügt und somit eine umfassendere Beratung anbieten kann. Betrachtet doch mancher Berater alle betrieblichen Vorgänge ausschließlich durch die Steuerbrille und verliert damit den unabdingbaren wirtschaftlichen Überblick. Vor einseitiger Betrachtungsweise sind in der Regel auch die Mandanten eines Steuerberaters außerhalb einer Gemeinschaftskanzlei gefeit, wenn dieser ein betriebswirtschaftliches, zusätzlich vielleicht sogar auch ein juristisches Studium erfolgreich abgeschlossen hat.
Angesichts des Regelungsdrangs des Gesetzgebers ist der Steuerberater mehr denn je gefordert, sich über Gesetzesänderungen wie Rechtsprechung stets auf dem Laufenden zu halten; und wehe dem Mandanten, dessen Berater diese Pflichten vernachlässigt. Informiert sich nämlich ein Steuerberater nicht laufend, kann deswegen sein Mandant nicht etwa aus Billigkeitsgründen auf Nachsicht durch das Finanzamt hoffen.

Wichtige Fragen. Der Laie ist gewöhnlich genau so überfordert, die fachliche Qualifikation eines Steuerberaters zu beurteilen, wie er die Kompetenz eines Arztes oder eines Anwalts sicher einschätzen kann. Neben den bereits angesprochenen Fragen sollte man sich daher für die berufliche Vergangenheit des Steuerberaters interessieren:

  • Seit wann besteht die Praxis?
  • War der Praxisinhaber etwa früher beim Finanzamt tätig?
  • Bietet er Referenzen an?
  • Wer sind gegebenenfalls die „Vorzeige-Mandanten”?

Bei Empfehlungen durch Bekannte ist deren Fachkompetenz zu beachten, denn Freundlichkeit des Beraters allein bedeutet noch lange keine Fachkompetenz. Wenn auch die Innung auf Anfrage keine Empfehlungen ausspricht, bekommt man dort von seinem Gesprächspartner vielleicht doch einen „privaten Tipp”.
Das Qualifikationsproblem stellt sich bei Wirtschaftsprüfern nur selten – es sei denn, es handelt sich um eine Wirtschaftsprüfer-GmbH, die sich auf die „Begleitung” von Steuersparmodellen spezialisiert hat.

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