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Der Medienmix der Zukunft

Thomas Klose

Verkaufen. Der Medienmix der Zukunft bietet zahlreiche Chancen – und fordert gleichzeitig neue Verkaufsansätze von den Unternehmen der Druckindustrie.

Der Wunsch nach einem Ende der aktuellen Krise ist groß und nur allzu verständlich. Die Ausgangssituation ist hinlänglich bekannt: Turbulente Märkte, sinkende Druckvolumen, fallende Preise, neue Wettbewerber und schwindende Kundenloyalität. Viele Unternehmer kämpfen täglich mit einem, meist sogar mehreren dieser Einflüsse. Wer allerdings hofft, dass nach dem Ende der gegenwärtigen Krisensituation alles wieder so sein wird wie zuvor, wird vermutlich Enttäuschungen erleben.

Hier stellt sich die Frage, was Druckdienstleister in Zukunft verkaufen können. Auch in Zukunft wird es reine Druckdienstleister geben, allerdings nimmt die Tendenz zu großen, industriell durchorganisierten »Druckfabriken« deutlich zu. In diesem Wettbewerb zu bestehen, wird in den nächsten Jahren vor allem für kleinere und mittelgroße Unternehmen bedeutend schwerer werden. Medienorchestrierung. In diesem Zusammenhang rückt eine Geschäftsidee ins Blickfeld, die unter dem Begriff der »Medien-Orchestrierung« zunehmend Beachtung findet. Für Druckdienstleister bietet sich hier eine neue Perspektive als Mittler zwischen den unterschiedlichen Medienkanälen. Die Chancen sind gut, denn die Rolle dieses Mittlers ist derzeit noch schwach besetzt. Allerdings wird auch hier der Wettbewerb nicht schlafen – Werbeagenturen und viele weitere Dienstleister im gesamten Medienspektrum, aber auch Quereinsteiger aus ganz anderen Branchen, interessieren sich dafür.

Crossmediale Werbung ist im Zusammenspiel zwischen Print und Online sehr effektiv. Die Verknüpfung Print/Online bietet attraktive Wechselwirkungen. Aus einer Printkampagne lässt sich beachtliche Online-Resonanz generieren und in umgekehrter Richtung die werbliche Präsenz in einer Zeitschrift crossmedial verstärken. Das ist nicht neu, wird sich aber zügig weiterentwickeln – nicht zuletzt dadurch, dass das mobile Internet unmittelbar vor dem Durchbruch zum Massenmarkt steht. Print könnte die Rolle des Navigationsinstruments übernehmen und zum Treiber neuer Medienkanäle werden. Wäre das nicht eine interessante Herausforderung? Und ein attraktives Thema für ambitionierte Verkäufer? Stärker als in der Vergangenheit werden Printprodukte die gesamte Kommunikationskette »anstoßen« beziehungsweise integ­rierter Bestandteil dieser Kette sein. Viele neue Herausforderungen eröffnen auch neue Chancen. Sie erfordern aber auch verändertes Denken und Handeln.

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