PDF-Dateien in editierbare Indesign-Dokumente wandeln


Textflüsse werden im Normalfall erkannt.

Die Architektur von PDF2ID ist gut durchdacht. Das Indesign-Plug-in fungiert nur als Verwalter, der Konvertierungsvorgang selber wird an einen externen Prozess ausge­lagert. Das hat zum einen den Vorteil, dass Rechner mit Mehrkernprozessoren besser ausgelastet werden. Zum anderen wird Indesign bei Problemen nicht beeinträchtigt, da der Konverter in einem eigenen, geschützten Speicherbereich ausgeführt wird.

Im Praxistest mussten wir beobachten, dass sich PDF2ID ungefragt mit einem externen Server im Internet verbindet. Auf Nachfrage erklärt Paul Chadha von Recosoft, dass es sich dabei nur um einen Lizenzcheck handelt, um das gleichzeitige Ausführen des Konverters auf mehreren Rechnern zu unterbinden. Leider scheint die Unart von Softwareherstellern, sich ohne Wissen des Anwenders Daten zu übermitteln, immer mehr um sich zu greifen.

Konvertierungsqualität. Wir haben PDF2ID mit zahlreichen PDFs unterschiedlicher Herkunft gefüttert, die Leistung ist teilweise beachtlich. Aus Corel Draw X4 erkennt der Konverter sogar einfache Tabellenstrukturen, dies hat bei Xpress 7 und Powerpoint 2007 leider nicht geklappt. Probleme scheint das Tool mit PDFs zu haben, die mit dem integrierten PDF-Export des Herstellers Global Graphics aus Xpress erstellt wurden: Hier wurden viele Leerzeichen zwischen Wörtern verschluckt. Dieselbe Xpress-PDF-Datei über den Adobe Distiller erzeugt, bringt wesentlich bessere Ergebnisse. Beachtlich: Gleichartige Zeichen- und Absatzformatierungen werden auto­matisch zu Stilvorlagen zusammengefasst.

Neben Verläufen kommt der PDF-nach-Indesign-Konverter auch mit Unicode zurecht, wie hier mit griechischen und kyrillischen Zeichen.

Fehlende Schriftarten werden mit einer Ersetzungstabelle abgefangen. Sogar Verläufe, Texte auf Pfaden, Bilder und Bildmasken werden zuverlässig umgesetzt.

Fazit. Mit 400 Euro ist PDF2ID Professional 2.0 nicht gerade günstig. Die Standard-Version für 300 Euro kommt nur mit RGB-Farben zurecht. Wenn das Originallayout fehlt, kann das Tool viel manuelle Arbeit abnehmen. Dazu arbeitet der Konverter überzeugend schnell. Die Demoversion ist mit maximal zehn Konvertierungen leider sehr eingeschränkt.

Erschienen in DD 8/2009

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