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Ein Blick auf die Zeitung von morgen

Die Zukunft der Zeitung: Tageszeitungen stehen weltweit unter Druck. Hat das klassische Modell ausgedient? Sicher ist, dass ein Veränderungsprozess in den nächsten Jahren unausweichlich ist, der alles Bisherige in den Schatten stellt.

Ifra-Expo. Auf Redaktionsseite hält der Trend an, immer mehr Kanäle zu bestücken. Neben Print und Online weitet sich nun der Mobileinsatz weiter aus. Bei reduzierten Mannschaften lässt sich das nur mit intelligenten Tools bewerkstelligen.

Was in der Zeitung von morgen steht, weiß man als Leser nicht. Sicher aber kann man sein, dass sich Konzepte für Zeitungen, und mit ihnen Redaktionen und Verlage, noch weiter verändern werden. Das wandelnde Nutzungsverhalten wird sie dazu zwingen. Es reicht schon die Mitfahrt in einer S-Bahn einer beliebigen Stadt, oder die Reise mit einem ICE, um diese Einschätzung bestätigt zu bekommen. Die hohe Zahl der eingesetzten Smart Phones, Apple-iPhones, Laptops und Netbooks spricht eine klare Sprache. Dass auch Zeitungen und Zeitschriften zu sehen sind, soll nicht verschwiegen werden. Aber gerade bei jüngeren Altersgruppen sinkt die Akzeptanz der klassischen Medien rapide. Man ist es einfach gewöhnt, immer „online" zu sein und Informationen aus einem breiten Spektrum wählen zu können.

Neue Konzepte. Wie eine neuartige Zeitung von morgen aussehen kann, zeigte Wanja S. Oberhof von der Berliner Firma Inter-Ti auf der Ifra-Expo. Unter dem stilisierten Namen „niiu" (für „News") steckt eine digital gedruckte Zeitung, die nach individuellen Vorlieben des Lesers mit Inhalten bestückt werden kann. Druckpartner für dieses Projekt ist Océ, angeboten wird die Digitalzeitung ab 16.11.2009, zunächst aber nur in Berlin. Unter dem auch als „Ich-Zeitung" bekannten Konzept steckt aber mehr. Denn der Leser zapft die Quellen verschiedener Print- und Onlinekanäle an, aus denen er sich bedienen kann. Zu den Partnern von Printverlagen gehören bereits bekannte nationale und internationale Zeitungen wie die Frankfurter Rundschau, das Handelsblatt und die New York Times. Eine Ausgabe der „niiu" soll 1,80 Euro kosten, für Studenten 1,20 Euro.

Teamwork. Publishing-Veteran Quark hat auf der Ifra-Expo im Zuge seiner „Dynamic-Publishing"-Strategie eine Zusammenarbeit mit Microsoft bekanntgegeben, die für Zeitungshäuser und Unternehmen neue Perspektiven beim Publizieren in verschiedene Kanäle eröffnen soll. Eng verdrahtet werden dabei die Microsof-Kommunikationsserver wie Exchange- und Sharepoint-Server mit den XML- und Publishinglösungen von Quark, allen voran XML Author und Xpress Server. Neu außerdem: Das Redaktionssystem Quark Publishing Server (QPS) ist nun auch für die Zusammenarbeit mit Indesign CS4 gerüstet. Der Webeditor setzt aber nach wie vor Xpress als Layoutprogramm voraus. Microsoft und Quark arbeiten auch bei der Weiterentwicklung des Web-Multimedia-Plug-ins Silverlight zusammen. Gerade in Sachen Textengine setzt man bei Microsoft auf die Expertise des Publishing-Experten. Die Veröffentlichung von Silverlight 4.0 ist im Laufe des Jahres 2010 anvisiert.

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