Elektrokabel verursacht Brandschaden an Rollenrotation


Dr. Colin Sailer

Brandvermeidung. Bei Hochspannungskabeln ist es so, dass diese einen bestimmten Mindestabstand voneinander aufweisen müssen. Sie dürfen nur in sanften Bögen verlegt werden und nicht mit scharfkantigen Metallschellen an Maschinenrahmen befestigt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Isolationsschicht der Kabel nicht beschädigt ist, um die Möglichkeit des Spannungsdurchschlagens unbedingt zu vermeiden. Die Kabel sollten mit zusätzlichen mechanischen Schutzabdeckungen versehen sein, zumindest dort, wo turnusmäßige Reinigungs- und Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Die Montage- und Inbetriebnahmearbeiten für die elektrische Stranghaftung dürfen ausschließlich von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. Die Installationsvorschriften für Hochspannungseinrichtungen sind unbedingt zu befolgen. Kontinuierliche Kontrollen der Einrichtungen sind durchzuführen.

ad acta. Im Sachverständigengutachten sind Brandursache und Brandvermeidung mit den technischen Empfehlungen detailliert und begründet aufgeführt. Mit der Begründung, dass die Montage- und Inbetriebnahmearbeiten nicht fahrlässig, sondern nur in Unkenntnis erfolgten und dieses Brandereignis ein Einzelfall war, wurden die Ermittlungen gegen das verantwortliche Druckereipersonal eingestellt.

Der Autor Dr. Colin Sailer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Druckmaschinen, Offset- und Tiefdruck, berichtet in einer fortlaufenden Serie aus der Praxis. Er betreibt ein Ingenieur- und Sachverständigenbüro in München (Tel.: 0 89/69 38 85 94, Internet: www.print-und-maschinenbau.de).

Erschienen in DD 02/2009

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