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Softproofing: Vier Lösungen im Cross Test an zwei Arbeitsplätzen

Aufbau: Dies ist eine Variante des Testarbeitsplatzes mit zwei Monitoren und dem Just Color Communicator 2 (Mitte).

Der neue Testbericht gibt einen Einblick in die Funktionen und technischen Möglichkeiten der Softproof-Lösungen Helios Webshare UB+, Dalim Dialogue ES, Integrated Color Solutions (ICS) Remote Director und K-Flow/Basic-Color Smartt. Dabei prüfen wir deren Praxistauglichkeit anhand von Über-Kreuz-Tests mit zwei Softproof-Arbeitsplätzen unter Verwendung der Monitormodelle Quato Intelliproof 262 Excellence, Eizo CG 243 W und NEC Spectraview 3090.

Wir legen dabei den Fokus auf die Kalibrierungs- und Validierungsmöglichkeiten (Prüfmethoden) der einzelnen Programme. Ziel unseres Tests ist es, das Farbwiedergabeverhalten zweier getrennter Arbeitsplätze zu simulieren. Dafür verwenden wir je zwei gleiche, aber auch unterschiedliche Monitormodelle.

Voraussetzungen: Zu einem Softproof-System gehört – neben der Software, einem geeigneten Monitor und Spektralfotometer – auch eine entsprechende Raumlichtsituation, um Drucke oder Proofs mit dem Monitorbild abmustern zu können. Die Abmusterungsbedingungen sind in den ISO-Normen 3446 und 12646 beschrieben. Die Art der verwendeten Beleuchtung fließt auch in das »Fogra-Cert Softproofing System« (siehe Artikel Ausgabe 7-8/2010) ein. Die Produkte von Helios und Dalim sind im Zusammenhang mit dem Just Color Communicator 2 (Lichtbox) zertifiziert, die Lösung von ICS mit den Proof-Stationen Just Modulight 5000 und Virtual Proofstation. Die Lösungen von Helios, Dalim und ICS sind aktuell mit Monitormodellen von Eizo, Quato und NEC »Fogra-Cert«- zertifiziert. K-Flow/Basic-Color Smartt ist erst seit Frühjahr 2010 auf dem Softproof-Markt und somit der Fogra-Zertifizierung noch nicht unterzogen.
Bei der Verwendung des Messgeräts setzen alle Hersteller auf das Spektralfotometer Eye-One Pro, Revision D, von X-Rite. Ein Vorabtest mit verschiedenen Monitormessgeräten (Quato DTP 41, Eye-One Display) zeigt, dass die visuellen Unterschiede insgesamt deutlich kleiner werden, verständigt man sich durchgängig auf das Eye-One Pro.

Der Test: Im Test verwenden wir die Lichtbox Color Communicator 2 und das Messgerät Eye-One Pro, Revision D. Eine vollkommen stabile Raumlichtsituation zu schaffen, gelingt uns nicht, jedoch bleibt die Situation in der Lichtbox stabil. Die Erfahrung zeigt, dass ein neutralgraues Umfeld, eine Abdunklungsmöglichkeit des Raumes sowie die Einbettung des Arbeitsplatzes in eine normierte Deckenbeleuchtung positiv zum Gesamtergebnis beitragen. Die konstante Arbeitsplatzsituation ist wichtig für einen guten Softproof-Arbeitsplatz. Weitere Informationen finden Sie im »Softproof-Handbuch« (Fogra) sowie im »Chromo-Assist Softproof« (Autor D. Fiebrandt).

Anspruchsvoll: Die Proof-Ansicht in Dalim Dialogue ES zeigt sich übersichtlich.

Unterschiedliche Konzepte: Webshare UB+, Dialogue ES und Remote Director sind Server-Lösungen, die jeweils Image- und Transaktions-Server verwenden. Um Zugriff auf die Softproof-Daten zu bekommen, verbindet man sich mit den Servern via Webbrowsern wie Safari oder Firefox. Mit Remote Director dagegen wird ein eigenes Programm zur Darstellung von Dateiinhalten installiert. Dabei haben mehrere Benutzer mit zuvor zugewiesenen Benutzerprofilen (Rechteverteilung) gleichzeitig Zugriff auf die Daten, um diese zu betrachten oder zu bearbeiten. Smartt dagegen ist eine Einzelplatz-Lösung ohne Serveranbindung. Die primären Aufgaben des Operators liegen im visuellen und messtechnischen Check der Proof-Daten. Die Prüfung (Vali-E Edierung) ist vergleichbar mit der Medienkeilauswertung auf Digital-Proofs.

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