Softproofing: Vier Lösungen im Cross-Test an zwei Arbeitsplätzen


Zu wenig: K-Flow/Basic-Color Smartt wird modern und geordnet, wichtige Tools fehlen.

Helios Webshare UB+. Mit der webbasierten Lösung ist man schnell in der Lage, Softproof-Inhalte am Monitor sichtbar zu machen. Rasch sind die verschiedenen Auftraggeber und Projekte konfiguriert. Per »Branding Editor« kann man die Bedienoberfläche farblich und designtechnisch anpassen. Das Einbetten von Kommentaren in die Datei, die Darstellung aller Prozess- und Schmuckfarben der einzelnen Kanäle sowie die Objetktdrehung und -skalierung sind möglich. Neben Softproofs sind mit dem Client sogar farbverbindliche Ausdrucke via ICC-Profile auf verschiedenen Toner- und Tintenstrahl-Druckern erzeugbar. Es wird weder eine eigene Kalibrierungs- noch eine Validierungssoftware angeboten. Beworben wird allerdings ein Bundle mit Quato-Software. Jegliche ICC-Profile zum Monitor, Ausgabedrucker und zur Drucksimulation sind auf den Server zu laden und im Client auszuwählen. Die Monitore von NEC kalibrieren wir mit der Software Basic-Color Display, die von Quato mit iColor Display und die von Eizo mit Color-Navigator. Nach einigen Versu-
chen mit verschiedenen Einstellungen zu Farbtemperatur, Helligkeit, Kontrast und Gamma erreichen wir mit Quato und NEC visuell gute bis sehr gute Ergebnisse. Die Eizo-Monitore wirken rotstichig und sind zu editieren. Die Monitor-Validierungen in den einzelnen Programmen zeigen durchweg gute Ergebnisse.

Vergleich zweier Arbeitsplätze. Mit gleichen Monitoren erreicht man visuell kaum unterscheidbare Ergebnisse. Verschiedene Monitore erzeugen leichte bis deutliche Abweichungen zueinander. Die Gefahr unterschiedlicher Darstellung ist gegeben.

Dalim Dialogue ES. Die Lösung ist sehr umfangreich und benötigt Routine in der Job-Einrichtung. Alle Informationen sind anhand mehrerer Eingabefelder über mehrere Ebenen hinweg einzugeben. Dialogue ES bietet neben dem Softproofen ein umfassendes Projektmanagement zur Informations- und Freigabekontrolle. Die Unterstützung des Industriestandards JDF ermöglicht die Anbindung an kompatible MIS-Systeme. Zudem wird eine umfangreiche Auswahl an Bearbeitungsfunktionen angeboten: Anmerkungen und Textkommentare im Bild sind möglich, synchronisierte Vergleichsdarstellung zeigt Bilddaten-Korrekturen, visuelle Darstellung der Flächendeckung, Darstellung der Einzelkanäle und Objektebenen (PSD), sowie Negativ-Darstellung.
Die Validierungsmöglichkeit innerhalb der Software sorgt für einen automatischen Monitor-Check. Bei Nichtbestehen startet der Kalibrierungs-Assistent. Dabei steht die Dalim-eigene Kalibrierungs-Software oder die eines Drittherstellers bereit. Die Kalib-rierung wird automatisch verifiziert, um bei Gültigkeit automatisch auf den Server geladen und aktiviert zu werden. Grundeinstellungen zu Farbmanagement- und Softproof-Bedingungen werden projektbezogen definiert. Die Kalibrierungs-Software von Dalim zeigt ein paar Schwächen, weswegen wir uns für Monitor-eigene Software entscheiden. Die NEC-Monitore kalibrieren wir mit Basic-Color Display, die Quato-Monitore mit iColor Display 3 und die Eizo-Monitore mit Color-Navigator. Nach einigen Versuchen mit verschiedenen Einstellungen zur Farbtemperatur, Helligkeit, Kontrast und Gamma erreichen wir mit den Geräten von Quato- und NEC farblich gute Ergebnisse, die von Eizo dagegen sind zu editieren. Zwar weist die Validierung die Kalibrierungsqualität als bestanden aus, die Testbilder zeigen aber auf allen Monitoren sehr starke Zeichnungsverluste in hellen Bereichen.

Vergleich zweier Arbeitsplätze. Gleiche Monitore erreichen visuell kaum unterscheidbare Ergebnisse, verschiedene erzeugen visuell leichte bis deutliche Abweichungen voneinander. Die Gefahr unterschiedlicher Darstellung ist gegeben.

Auf einen Blick: Bei ICS Remote Director wirkt nicht nur die Proof-Ansicht übersichtlich.

ICS Remote Director. Das Konzept von Remote Director ist denkbar einfach: Jeder Benutzergruppe (Account) werden unterschiedliche Anwender zugeordnet. Proof-Jobs werden auf den Image-Server hochgeladen, in einer Datenbank verwaltet und den Gruppen zugeordnet. Es gibt den Proof-Einsteller und den -Betrachter, wobei alle mit verschiedenen Rechten belegt sein können. Auf allen Rechnern sind immer alle Nutzer sichtbar, ob online oder offline. Grünes Licht signalisiert, dass der Nutzer online und der Monitor richtig kalibriert ist. Rot signalisiert, dass man lediglich online ist. Eine Luminanzanzeige belegt, für welche Helligkeit der Monitor kalibriert ist. Nicht jeder Nutzer-Monitor muss kalibriert sein. Die Werkzeug-Auswahl ist ähnlich umfangreich wie bei Dalim. Synchronisierte Vergleichsdarstellungen sind möglich. Es gibt Kommentarwerk-zeuge, die Möglichkeit der Kanalseparation, die Ansicht der maximalen Flächendeckung sowie eine Lupe. Mittels Browser werden Proof-Freigabestatus und Korrekturangaben in einer Liste dargestellt. Remote Director ist derzeit die einzige Lösung, die eine Aufteilung der Bildansicht über mehrere Monitore realisiert.

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