Akkurate Farbausgabe – ohne Farbexperte sein zu müssen


Im Jahre 2008 investierte Typografica Vision Media in die Kodak Nexpress 2100 Plus.

Exakte Farbstandards. Um die Qualität der Farbausgabe auf der 2008 installierten Kodak Nexpress 2100 Plus weiter zu verbessern, hat Typografica Vision Media den Oris Press Matcher von CGS installiert. Dabei handelt es sich um ein Hotfolder-basiertes Farboptimierungssystem, welches sich praktisch in alle relevanten Workflowsysteme integrieren lässt. Die Lösung stellt sicher, dass etablierte Offsetdruckstandards wie ISO coated v2 (Fogra 39) problemlos erreicht werden. Auf diese Weise kann der Dienstleister nicht nur akkurate Farben sicherstellen, er braucht auch vor Hybridaufträgen, die im Offset- und im Digitaldruck ausgeführt werden, keine Angst zu haben. Teilweise sind die Ergebnisse im Digitaldruck sogar besser, so der Firmeninhaber. Die Übereinstimmung bei einem Katalog, der in beiden Druckverfahren produziert wurde, war sehr gut, bei den gleichförmigen Flächen im Hintergrund ging der Digitaldruck sogar als Sieger hervor – im Offsetdruck schwankten die Töne sichtbar. Für Proofs geringerer Zahl wird der Epson 9800 eingesetzt, bei großen Buchprojekten kommt jedoch die Nexpress zum Einsatz. „Die Qualität und der Zeitvorteil sind enorm, 100 Seiten A4 sind auf der Nexpress in etwa fünf Minuten geprooft, das würde auf dem Epson mehr als sechs Stunden dauern“, so Benny Steigleder.

Der Oris Press Matcher ist einfach einzurichten: Die nötigen Angaben werden mit Hilfe eines Assistenten (Wizard) abgearbeitet, ein druckspezifisches Fachwissen ist für die Beantwortung nicht erforderlich. Über die Farbanpassung hinaus ist in Press Matcher auch eine Datenprüfung (Preflighting) enthalten, um Fehler vor Druckausgabe zu finden und im besten Falle automatisch zu korrigieren.

Schritt für Schritt. Für brauchbare Ergebnisse ist Voraussetzung, dass vor dem Kalibrierungsprozess im Druckertreiber das integrierte Farbmanagement deaktiviert wird. Im Falle eines Fiery-RIPs von EFI muss im Bereich Colorwise daher das CMYK-Simulationsprofil auf „Nein“ gestellt werden. Es folgt der Ausdruck und das Messen des ECI-2002-Testcharts. Bei Typografica Vision Media wurde dazu das Eye-One Pro von X-Rite inklusive Messtisch eingesetzt. Der Messtisch reduziert den Aufwand auf ein Minimum, da der Greiferarm die Zeilen des Testcharts automatisch abfährt. Anhand der Messwerte wird die Farbanpassungstabelle erzeugt. Um eine genauere Optimierung zu erzielen, wird der Vorgang mehrfach wiederholt, wobei der Farbausdruck immer mit dem letzten Stand der Farboptimierung ausgedruckt wird. In der Praxis sollten zwei bis drei Wiederholungsvorgänge genügen. Der Ausdruck ist dann innerhalb der Norm Fogra ISO Coated v2, wenn der Farbabstandswert, angegeben in Delta-E, im Durchschnitt unter eins liegt und der Maximalwert von fünf nicht überschritten wird. Um Oris Press Matcher mit großen Produktionsdrucksystemen wie der iGen 3 beziehungsweise 4 von Xerox zu nutzen, wird die Pro-Variante benötigt. Preislich ist diese Lösung etwa bei 10 000 Euro angesiedelt. Aus Sicht von Benny Steigleder hat sich die Installation des Press Matchers gelohnt: „Wir haben mit CGS schon immer sehr gute Erfahrungen gemacht und sind mit den bisherigen Press-Matcher-Praxiserfahrungen völlig zufrieden.“

Oris Press Matcher 

Systemempfehlungen. Durch seine Hotfolder-Technologie lässt sich Oris Press Matcher in jede Netzwerk- und Workflowkonstellation integrieren. Auf Clientsite spielt es daher auch keine Rolle, ob Rechner mit Windows- oder Macintosh-Betriebssystem eingesetzt werden. Oris Press Matcher unterstützt praktisch alle für den Prepress-Workflow relevanten Dateiformate, darunter PDF/X, composite oder separierte PDF und Postscript-Dateien, EPS, DCS (Version 1 und 2), JPEG, TIFF, TIFF/IT, 1-Bit-TIFF, Scitex Handshake CT/LW und Copydot.
Als Rechnersystem für den Press Matcher wird für optimale Performance ein Windows-PC (Windows 2000, XP oder 2003) mit Hyper Threading und Dual-CPU/mehreren Kernen und mindestens zwei Gigahertz empfohlen. Für den Datenaustausch mit Macintosh-Clients wird ein Windows Server benötigt, da dieser die nötigen Protokolle für die Netzwerkverbindung bereitstell.

Ershienen in DD 10/2009

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