Weiterempfehlen Drucken

Interview: Zeitungen im Umbruch

Jörg Peter Herrmann, Leiter Zentrale Produktion bei der Rhein-Zeitung in Koblenz.

Fragen an Jörg Peter Herrmann, Leiter Zentrale Produktion bei der Rhein-Zeitung in Koblenz. Seine Erfahrungen fließen in das verlagseigene System Redweb ein.

DD: Herr Herrmann, die Anzeigenflaute dürfte viele Zeitungsverlage anspornen, ihre Prozesse zu verschlanken. Spüren Sie eine verstärkte Nachfrage von Verlagen, die ein neues Redaktionssystem suchen?

Herrmann: Ja, die Nachfrage ist erfreulich hoch. Das war sie allerdings bei Redweb in den zurückliegenden Jahren auch schon. Viele Medienhäuser haben frühzeitig begonnen, sich nach einem modernen System umzusehen, das ihnen beim Personaleinsatz und bei den Prozessen den nötigen strategischen Spielraum bietet. Und dabei geht es nicht nur um Verschlankung. Vielmehr müssen moderne redaktionelle Werkzeuge heute in der Lage sein, auf neue Marktsituationen sofort zu reagieren. Wer in diesen Tagen ein neues Produkt, ein frisches Format, einen zusätzlichen Kanal realisieren will, braucht ein System, das solche Entwicklungen unterstützt, statt sie auszubremsen.

DD: Was sind die Besonderheiten von Redweb im Vergleich zu gewachsenen Systemen wie von Atex oder Funkinform?

Herrmann: Die Antwort darauf steckt bereits in Ihrer Frage: Ein über viele Jahre gewachsenes System besteht immer aus Kompromissen. Neue Module müssen mit der alten, vielleicht sogar schon veralteten Systembasis verknüpft werden. Das Ergebnis ist häufig nicht flexibel genug. Redweb dagegen hat von Anfang in die Zukunft geschaut – auf webfähige Anwendungen, auf ortsunabhängige Nutzbarkeit, auf hochflexible Lösungen.

DD: Auf wie viele Installationen können Sie verweisen?

Herrmann: Derzeit arbeiten in vier europäischen Ländern bei etwa 20 Verlagen mehr als 2000 Anwender mit Redweb-Produkten – vom Layout-System bis zum Sport-Programm. Eine Momentaufnahme, die uns stolz macht, aber noch lange nicht zufrieden. Die Zahl der Anwender wird auch in Zukunft wachsen. Ebenso wie die Zahl der intelligenten Lösungen aus der Redweb-Schmiede in Koblenz.

DD: Auf der Ifra-Expo trumpften Hersteller wie Vjoon (ehemals Softcare) und Woodwing mit relativ günstigen Redaktionssystemen auf. Wie stellen Sie sich dieser Konkurrenz?

Herrmann: Die Entscheider der Verlagshäuser stellen ja nicht einfach den Kaufpreis der Systeme gegenüber und nehmen das billigste. Einer bewussten Systementscheidung, die viele Jahre lang tragen muss, liegt heute mehr denn je eine ausführliche Kosten-Nutzen-Analyse zugrunde. Und dabei hält Redweb jedem Vergleich stand – weil der Kunde vom einfachen Customizing übers schnelle Roll-out und den geringen Schulungsbedarf bis zum wartungsarmen Betrieb die Kosten im Griff hat. Und weil ein Medienhaus, gleich welcher Größe, mit Redweb den strategischen Spielraum bekommt, von dem ich eingangs schon sprach.

Erschienen in DD 7/2009

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Workflow

Download: Print 4.0

Wie die Druckindustrie die Vernetzung der Produktion vorantreibt

Intelligent vernetzte und hoch automatisierte Prozesse sind der Schlüssel dafür, dass Druckereien künftig bei sinkenden Auflagen und häufigen Formatwechseln profitabel arbeiten können. Wie kaum ein anderer Zweig im Maschinenbau hat der Druck- und Papiermaschinenbau Industrie 4.0 schon in die Realität umgesetzt.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Deutliche Passerprobleme und Streifenbildungen bei den Druckmustern von Landa.

Landa: viel Show um Nichts?

Wie bereits 2012 glänzt Landa Digital Printing auch auf der Drupa 2016 mit einer fulminanten Show. Die Ankündigungen, dass die Nanografie qualitativ neue Maßstäbe setzen würde, hält aber keiner ernsthaften Betrachtung Stand. An keinem der von uns besuchten Drupa-Stände haben wir schwächere Druckmuster gesehen als bei Landa.
mehr

Zukunft des Digitalen ist Print

17 neue Internetseiten gehen in jeder Sekunde online und auf jeder von Ihnen werden riesige Mengen Content veröffentlicht. Ohne Zweifel: das World Wide Web und die Entwicklung der mobilen Devices haben das Mediennutzungsverhalten grundlegend verändert und die klassischen Medien in Bedrängnis gebracht. Und trotzdem liegt die Zukunft des Digitalen im gedruckten Produkt, ist sich Andrew Davis sicher.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die zehn schönsten Malbücher für Erwachsene

Malbücher für Erwachsene erobern derzeit weltweit die Bestseller-Listen. Spätestens nach dem Erfolg des Malbuchs "Mein verzauberter Garten"der Schottin Johanna Basford war der Trend bei Erwachsenen angekommen, die auf der Suche nach Entspannung nach dem Buntstift greifen. In unserem Ranking haben wir die zehn für uns schönsten Malbücher zusammengestellt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Veranstaltet Ihr Unternehmen eine Mitarbeiter-Weihnachtsfeier?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...