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JDF ist nur der Anfang

Wolfgang Metzger

Grau ist alle Theorie, in der Praxis wird deutlich: JDF kann nur der Mittler sein, für eine erfolgreiche Restrukturierung braucht es Geduld und kluge Köpfe.

Für Druckereien wird es immer wichtiger, aktuelle Betriebs- und Kennzahlen tagesaktuell parat zu haben. Nur so kann eine wirtschaftliche Schieflage schnell erkannt und entsprechend gegengesteuert werden. Darüber hinaus müssen, heute mehr denn je, Einsparungspotenziale genutzt werden. Die Lösung, so predigen die Hersteller schon seit geraumer Zeit, ist eine die Druckerei und alle Abteilungen umfassende Vernetzung. JDF ist hier das Zauberwort, dabei kann das Job Definition Format nur ein intelligenter und gut strukturierter Informationsträger, also nur die Basis sein. Entscheidend sind die Systeme und Arbeitsabläufe drum herum, und natürlich die Menschen, die ein solches System bedienen und mit Leben füllen. Dass eine tiefgreifende Umstrukturierung und Vernetzung nicht von heute auf morgen zu packen ist, zeigen Unternehmen, die aktuell ihre Erfolge präsentieren. Metzgerdruck in Obrigheim ist so ein Betrieb.

Inzwischen, so der Geschäftsführer Wolfgang Metzger, habe er bessere Informationen über sein Unternehmen als je zuvor. Und auch die Kosteneinsparungen sind beachtlich. Der Erfolg jedoch braucht auch Geduld, vor vier Jahren wurde das Projekt „Integration“ gestartet. Als Schlüssel des Erfolgs betrachtet Wolfgang Metzger vor allem, dass er den Projektleiter „Integration“, Benjamin Sigmund, aus den Reihen der Mitarbeiter rekrutierte, als Stabstelle direkt unterhalb der Geschäftsleitung.

Der Betrieb. Metzgerdruck wurde 1956 gegründet. Die aktuell 69 fest angestellten Mitarbeiter in Vorstufe, Offsetdruck, Verarbeitung, Versand, Lettershop, Digitalfotografie und Digitaldruck produzieren auf 7 000 m² ein breites Spektrum an Druckprodukten für regionale, nationale und internationale Kunden im Bereich Kosmetik, Pharmazie und Handel. Insgesamt durchlaufen die Produktion etwa 3500 Aufträge im Jahr. Im Drucksaal setzt der Betrieb voll auf Heidelberger, es stehen vier Druckwerke 102 und 11 Druckwerke 105 mit Lackwerk bereit, gedruckt wird im Drei-Schicht-Betrieb. In der Weiterverarbeitung stehen Schneide- und diverse Falzmaschinen (Stahl und MBO) sowie ein Sammelhefter mit sieben Stationen und Umschlaganleger.

Restrukturierung. 2005 wurde mit der Restrukturierung der Vorstufe begonnen. Softwareseitig fiel die Wahl auf Prinect Printready, seit der Drupa 2008 bietet Heidelberg die Lösung unter dem Namen Prinect Prepress Manager an.

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