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Königsdisziplin: Die Editierung von Dokumenten im Browser

Web-to-Print (3). In kaum einem anderen Einsatzbereich unterscheiden sich die Web-to-Print-Systeme so sehr, wie bei der Bearbeitung von Dokumentinhalten über das Internet

Eine schwierige Disziplin von Web-to-Print ist ohne Frage die Dokumentbearbeitung durch den Kunden. Im letzten Teil unserer Web-to-Print-Serie beleuchten wir, welche Möglichkeiten die Systeme dabei eröffnen, welche Vorlagendokumentformate verwendet und wie diese in das System integriert werden können. Darüber hinaus beschreiben wir Lizenzmodelle und Kosten.

Der Anwender entscheidet. Der Erfolg eines Web-to-Print-Systems steht und fällt mit der Akzeptanz durch die Benutzer. In der Vergangenheit waren es eher veraltete Browserversionen oder mangelnde Rechnerausstattungen, an denen Web-to-Print-Projekte scheiterten. Heute zeigen uns viele Erfahrungsberichte, dass die Bedienerfreundlichkeit das entscheidende Kriterium ist. Ein besonders heikler Bereich ist dabei die Individualisierung von Vorlagen, die Dokument-Bearbeitung, im Web-to-Print-System. Die Konzepte für die Dokumentbearbeitung lassen sich in die Kategorien formularbasiert und interaktiv (dokumentbasiert) unterteilen. Basis für die formularbasierte Dokumentbearbeitung sind in der Regel PDF-, Indesign-, Quark-Xpress- oder Pageflex-Dokumente. Die veränderbaren Elemente einer Vorlage werden in separaten Feldern, wie in einem Formular, vom Benutzer eingegeben oder durch Bildimport definiert. Diese Vorgehensweise erlaubt eine sehr einfache und klare Benutzerführung. Sind komplexere Bearbeitungsfunktionen oder die Unterstützung von mehrsprachigen Projekten inklusive der sprachspezifischen Silbentrennung gewünscht, kann die dokumentbasierte Bearbeitung die bessere Wahl sein. Die meisten Systeme dieser Art basieren auf dem Indesign-Server. Ein typischer Ablauf ist, dass bei Änderungen durch den Benutzer das Dokument zum Publishing-Server gesendet, dort aktualisiert und zurück zum Front-End transferiert wird. In der Regel werden ausgewählte Layoutbearbeitungsfunktionen bereitgestellt, die nicht dem vollen Funktionsumfang des jeweiligen Publishing-Programmes entsprechen, um die Benutzer nicht zu überfordern. Methoden, bei denen die spätere Druckansicht automatisch aktualisiert wird und sofort sichtbar ist, zählen zu den Wysiwyg-Editoren.

Vielfältige Vorlagen. Der Ablauf bei der Erstellung der Vorlagen (Engl. Templates) ist für Benutzer und Systembetreiber gleichermaßen wichtig. Für die Benutzer eines Web-to-Print-Systems ist das Verhalten von Text- und Bild-Objekten von Bedeutung. Probleme ergeben sich in der Praxis, wenn Texte nicht in einen Textrahmen passen oder Bilder zu groß oder zu klein für die definierten Bildrahmen sind. Für den Lizenznehmer eines Web-to-Print-Systems spielt es eine Rolle, mit welchem Aufwand die Vorlagen erstellt und im System integriert werden können. Auch die Frage, welche Datenformate als Vorlagen in Frage kommen, kann wichtig sein.

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