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Ausbildungsverhältnisse in der Druckindustrie sanken um 8,5 Prozent

Viele Lehrstellen blieben 2012 unbesetzt
 

Seit 2008 sind die Ausbildungsverhältnisse jährlich zurückgegangen.

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse der Druckbranche ist im Jahre 2012 gegenüber 2011 um 8,5 Prozent gefallen. Sie liegt jetzt bei 5.445 neuen Ausbildungsplätzen. Dies geht aus der Statistik des Bundesverbands Druck und Medien (BVDM) hervor.

Während sich die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt für die Jugendlichen auf Grund der demografischen Entwicklung weiter verbessert hat, konnten viele Betriebe in den starken Regionen Ausbildungsplätze nicht mehr mit qualifizierten Bewerbern besetzen. Die Zahl der Haupt- und Realschulabgänger, Hauptklientel der dualen Berufsausbildung, sank gegenüber dem Vorjahr weiter. Allerdings sank auch die Zahl der Ausbildungsverhältnisse für Mediengestalter um 7 Prozent, was wiederum darauf hindeutet, dass hier auch konjunkturelle Gesichtspunkte eine wesentliche Rolle spielten. Dagegen blieben in den Berufen Medientechnologe Druck und Medientechnologe Druckverarbeitung beziehungsweise den Altberufen Drucker und Buchbinder viele Lehrstellen unbesetzt.
2012 wurden in der Druckindustrie 5.445 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen (2011: 5.951, –8,5 Prozent). Insgesamt lernten 2012 in den drei Ausbildungsjahren 14.722 Auszubildende einen Beruf in der Druck- und Medienwirtschaft. Die Gesamtausbildungsverhältnisse sanken damit um 2,22 Prozent (2011: 15.057 Azubis).
Die Mediengestalter verzeichneten zum ersten Mal seit vielen Jahren bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnissen ein Minus (–7,09 Prozent). Die Ausbildungszahlen in der Drucktechnik (Medientechnologe Druck/Drucker und Medientechnologe Siebdruck/Siebdrucker) sanken um 13,15 Prozent. Einen geringeren Rückgang von 5,21 Prozent verzeichneten die Medientechnologen Druckverarbeitung/Buchbinder. Auch bei dem Packmitteltechnologen/Verpackungsmittelmechaniker ist ein Minus von 10,27 Prozent zu verzeichnen.
64,7 Prozent aller Ausbildungsverträge wurden für den Ausbildungsberuf Mediengestalter abgeschlossen, gefolgt von den Medientechnologen Druck mit 17,3 Prozent, den Packmitteltechnologen mit 7,9 Prozent, den Medientechnologen Druckverarbeitung mit 6,1 Prozent und den Medientechnologen Siebdruck mit 2,5 Prozent. Die handwerkliche Verordnung Buchbinder rangiert mit bundesweit 65 Auszubildenden auf dem 6. Platz mit 1,2 Prozent.
Die Ausbildungsquote der Druckindustrie (Anteil der Auszubildenden an der Gesamtbeschäftigtenzahl) liegt aktuell bei 8,89 Prozent, was nach wie vor bezogen auf die gesamte Industrie überdurchschnittlich ist. Der Anteil der Frauen liegt insgesamt bei 41,6 Prozent, wobei der Anteil beim Ausbildungsberuf Mediengestalter mit 57,7 Prozent zu Buche schlägt.

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