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Fast 700.000 Euro für Individualisierung von Studienverläufen an der HDM

Prorektor Prof. Dr. Hinkelmann: "Beitrag zur Verbesserung der Studienbedingungen"
 
Hochschule der Medien Stuttgart

An der Stuttgarter Hochschule der Medien sollen die Studienverläufe künftig individueller gestaltet werden können.

Zum 1. Oktober 2016 startet an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HDM) das Projekt "Weichen stellen – Optimierte Studien-Tracks" (West-Ost). Darin werden in vier Studienbereichen der HdM Modellprojekte zur Individualisierung von Studienverläufen umgesetzt. In dem Zusammenhang wird auch die zentrale Studienberatung ausgebaut. Das Vorhaben wird für zweieinhalb Jahre mit 688.000 Euro vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

"Unser Konzept sieht eine vorstrukturierte Individualisierung von Studienverläufen über sogenannte Studien-Tracks vor. Wir freuen uns sehr über die Förderung“, erklärt Prof. Dr. Mathias Hinkelmann, der als Prorektor Lehre der Hochschule der Medien (HDM) das Projekt konzipiert und die Antragstellung verantwortet hat.

Mit dem Ansatz der „Studien-Tracks“ ist es möglich, den speziellen Situationen in den Studiengängen der Hochschule gerecht zu werden, so Hinkelmann weiter. Dazu werden neben dem Regelstudienverlauf („Regular-Track“) weitere vorgezeichnete Studienverläufe definiert. Diese werden auf Basis von Tracks dargestellt und kommuniziert. Da die Studierendenschaft von der Bildungsbiographie her immer heterogener wird, sind unterschiedliche Tracks für verschieden Zielgruppen vorgesehen.

Der „Regular-Track“ wird um vier weitere Tracks ergänzt: einen „Support-Track“ für Studenten mit fachspezifischen Förderbedarf, einen „Short-Track“ für Studenten mit Kompetenzen, die zu einer Verkürzung der Studiendauer führen, einen „Fast-Track“ für Studenten mit überdurchschnittlich guten Leistungen, die ein konsekutives Masterstudium anhängen wollen, und einen „Bonus-Track“ für Studierende, die überdurchschnittlich gute Leistungen erbringen und direkt in eine Berufstätigkeit starten wollen. Weitere Bonus-Track Modelle, in denen etwa vertiefende Theoriemodule angeboten werden, sind ebenfalls denkbar.

"Mit dem Track-Modell werden wir einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Studienbedingungen und zur Bildungsgerechtigkeit an der HDM leisten“, freut sich der Prorektor. Hinkelmann betont: „Nicht nur Studierende mit Förderbedarf sollen von dem Projekt profitieren. Wir wollen auch ganz explizit besonders qualifizierte Studierende fördern“.

Die Modellprojekte sollen in den druck- und verpackungstechnischen Studiengängen, in den Studiengängen Mobile Medien und Medieninformatik, Bibliotheks- und Informationsmanagement sowie Online-Medien-Management umgesetzt werden. Da die Individualisierung mit einem erhöhten Beratungsbedarf einhergeht, soll auch die zentrale Studienberatung der HDM ausgeweitet werden.

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Leserkommentare (2)

printbuyer | Freitag, 26. August 2016 09:16:06

???

"und einen „Bonus-Track“ für Studierende, die überdurchschnittlich gute Leistungen erbringen und direkt in eine Berufstätigkeit starten wollen."
Muss man das verstehen? Wollen die anderen direkt in die Arbeitslosigkeit starten?
Warum brechen Kandidaten des support-Tracks ihr Studium nicht zeitnah ab?
Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Redaktion solche Pressmitteilungen mit ihrem knowhow erst einmal bearbeitet. Den Unsinn versteht sonst kein Mensch mehr.

Alumni | Mittwoch, 17. August 2016 09:26:03

Leistungsklasseneinteilung?

Na das wird sich im Lebenslauf bestimmt gut machen, wenn dort "Support-Track" aufgeführt ist oder spätestens im Vorstellungsgespräch nach dem eingeschlagenen "Studien-Track" gefragt wird und "Support-Track" wahrheitsgemäß geantwortet werden muss.
Ohne "Fast-" oder "Bonus-Track" dürften die Chancen einen guten Job, trotz evtl. guter Noten, zu ergattern, deutlich geschmälert sein, da so ein besonderer Förderungsbedarf dokumentiert wird. Diskriminierungsfreiheit oder Bildungsgerechtigkeit sieht m.E. anders aus und beinhaltet keine dokumentierte Leistungsklasseneinteilung.

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