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Hochschule der Medien Stuttgart erhält ein Konfuzius-Institut

Förderung der chinesischen Sprache und Kultur
Logo der Konfuzius-Institute

Das Konfuzius-Institut für Stuttgart wird der Hochschule der Medien angegliedert. Partner ist auch die Universität Hohenheim.

An der Hochschule der Medien (HDM) in Stuttgart wird im Frühjahr 2015 mit Unterstützung der chinesischen Regierung ein Konfuzius-Institut zur Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur eingerichtet. Dies teilte die Hochschule mit. Partner der HDM sind die Universität Hohenheim und die Pekinger Hochschule für Druck (Beijing Institute of Graphic Communication).

Anfang Oktober fanden in Peking  Gespräche über die Rechtsform, die Finanzierung und die Leitung des Instituts statt. Der Vertrag zur Gründung mit dem „Office of Chinese Language Council International (Hanban)“ wurde Mitte August 2014 unterzeichnet. Das Konfuzius-Institut Stuttgart soll Anlaufstelle für die wissenschaftliche und praktische Zusammenarbeit werden und dazu beitragen, den interkulturellen Dialog zwischen beiden Ländern auszubauen. Die offizielle Einrichtung des Sprach- und Kulturinstituts soll in der ersten Jahreshälfte 2015 gefeiert werden.

Das Konfuzius-Institut an der HDM Stuttgart will die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zwischen China und Deutschland stärken, die Entwicklung der chinesischen Sprachausbildung unterstützen und fördern sowie das gegenseitige Verständnis verbessern. Das Stuttgarter Institut soll unter anderem Sprachkurse für Wissenschaftler, Studierende und Schüler, Chinesisch-Lehrer oder Mitarbeiter von Unternehmen anbieten. Weiterhin sind deutsch-chinesische Forschungsprojekte, akademische Veranstaltungen oder Vorträge und Seminare im Kulturbereich geplant. Das Konfuzius-Institut soll Netzwerke organisieren und eine Dienstleistungsfunktionen für die Region Stuttgart übernehmen.

Von Führungskultur bis zu Kalligraphie-Kursen

Mögliche Angebote können etwa interkulturelle Trainings, Seminare in den Bereichen Führungskultur, rechtliche Rahmenbedingungen, Vermarktung oder Werbung sein. Diese  seien für Firmen spannend, die in verschiedenen Geschäftsfeldern in China tätig sind, so Roos. Geplant sind aber auch Kalligraphie-, Schach- oder Kochkurse. Außerdem soll das Bewusstsein für die chinesische Kultur mit Veranstaltungen zu wichtigen chinesischen Festen (etwa das Neujahrsfest oder das Mondfest) und  mit Vorträgen zu wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Fragen gestärkt werden.

Die Zusammenarbeit der HDM mit Partnern in China begann bereits Mitte der 80er Jahre. Sie bietet derzeit drei Doppelstudiengänge der Technischen Universität Xi’an an. Das Deutsch-Chinesische Institut für die Medienbranche ist die Anlaufstelle für den wissenschaftlichen Austausch der beiden Hochschulen sowie mit der Hochschule für Druck in Peking und der Technischen Universität in Shanghai.

„Ein Konfuzius-Institut spielt für den weiteren Ausbau der Lehr- und Forschungsaktivitäten mit dem Schwerpunkt China eine große Rolle“, berichtet Prof. Dr. Andreas Pyka, Prorektor für Internationalisierung der Universität Hohenheim. „Unser Angebot kann auf diese Weise nicht nur quantitativ sondern vor allem qualitativ noch einmal deutlich erweitert werden.“ Neben langjährigen intensiven Beziehungen der agrarwissenschaftlichen Fakultät, die seit 2004 ein gemeinsames Graduiertenkolleg mit der Agraruniversität in Peking unterhält, plant insbesondere die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Hohenheim eine Ausweitung der strategischen Kooperationen mit Partnern aus China.

Die chinesischen Konfuzius-Institute entsprechen den deutschen Goethe-Instituten und informieren im Ausland über Politik, Kultur, Geschichte und aktuelle Entwicklungen in China. Sie sind in der Regel Hochschulen angegliedert, stehen aber auch interessierten Bürgern offen. Das Konfuzius-Institut Stuttgart wird seinen Sitz an der HDM haben und ein zentraler Baustein der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit sein. Weltweit gibt es über 440 Konfuzius-Institute, das Stuttgarter Institut ist die 15. Einrichtung in Deutschland und die dritte in Baden-Württemberg.

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