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Brüche besser versorgen

Der Stützverband aus dem 3D-Drucker
 

Sieht so der Stützverband der Zukunft aus?

Noch steckt das Verfahren in den Kinderschuhen. Aber der 3D-Druck verspricht viele neue Möglichkeiten. Zum Beispiel im medizinischen Bereich. Davon ist auch der Neuseeländer Jake Evill überzeugt, der den klassischen Gipsverband endgültig entsorgen will.

Alle fünf Sekunden bricht sich jemand das Bein, den Arm oder aber am häufigsten das Handgelenk. Allein in Nordamerika werden jährlich 6,3 Millionen Knochenbrüche registriert. Lästig ist ein Bruch immer, aber ganz besonders im Sommer. Wenn man sich nämlich im kühlen Nass abkühlen möchte.

 
 

Nach einer Röntgenaufnahme und einem Scan wird in 3D die Wabenstruktur gedruckt.

Der klassische Gipsverband ist dabei besonders hinderlich, da er nässeempfindlich und somit auch unhygienisch ist. Dazu kommt, dass er recht schwer ist. Dem will nun der neuseeländische Medien- und Industriedesigner Jake Evill mit dem sogenannten Exoskelett Cortex entgegenwirken. Ein Stützgerüst, das als Wabenstruktur nach einer Röntgen-Aufnahme und einem 3D-Scan passgenau für den Patienten dreidimensional aus einem Nylonmaterial gedruckt werden soll. Das bedeute zum einen mehr Komfort und unterstütze wesentlich präziser als der klassische Gips den Heilungsprozess.

 
 

Wasserfest: Der Träger des Exoskeletts kann sich unbesorgt die Hände waschen.

Auch gegenüber den modernen Kunststoff-Castverbände zeige das Exoskelett Vorteile, da der Patient nicht mehr so stark in seinem Stützgerüst schwitze. Die Wabenstruktur von Cortex sei leicht und luftig und das Material sei wasserfest. Duschen und Baden wäre somit für den Patienten kein Problem mehr. Weiterer Vorteil: Wegen der gelöcherten Wabenstruktur brauche der Stützverband weniger Material und erzeuge somit nach Gebrauch auch weniger Abfall. Der einzige Nachteil dieser neuen Methode ist laut Evill  die Erstinvestition in den erforderlichen 3D-Drucker, die relativ hoch sei.  

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