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Klein, schwarz, gut

Das Krähen-Buch
 

Dunkel wie ein Rabengefieder: der Einband

Es gibt sie noch – die kleinen, aber feinen Ausgaben, die ein E-Book nie ersetzen kann. Ein schönes Beispiel dafür ist ein Büchlein, das der Matthes & Seitz Verlag in seiner dieses Jahr gestarteten Reihe „Naturkunden“ herausgegeben hat.

 
 

Ein Kolkrabe, ins Bild gekrümmt von John oder Elizabeth Gould

„Jeder kennt sie, kaum einer mag sie.“ Mit diesem ersten Satz beginnt Cord Riechelmann, Biologe, Philosoph und Kolumnist bei der „FAZ“, seine ganz eigene Abhandlung über die Vögel, die wissenschaftlich Corvidae heißen, auf deutsch „Krähen“ – so auch der Titel seines Büchleins.

 
 

Schwarzfädig gebunden

 
 

Mit schwarzem Kopfschnitt und zitronengelbem Kapitalbändchen

123 Arten gibt es angeblich davon, dazu zählen auch die Elster oder der nicht ganz so schwarze Eichelhäher. Gerade das Schwarz mag das Unheimliche der intelligenten Vögel ausmachen. Weshalb sie wohl auch Alfred Hitchcock in seinem Film „Die Vögel“ die Rolle des Bösen übernehmen ließ. Aber es gibt auch das Gegenteil dieser dunklen Seite: Kinder, die Ottfried Preußlers „Die kleine Hexe“ gelesen haben, wissen das. Denn da ist der beste Freund der Hauptperson ein Rabe, der gleichfalls zur Familie der Krähen zählt. Und der konnte „nicht nur „Guten Morgen!“ und „Guten Abend!“ krächzen, wie ein gewöhnlicher Rabe der sprechen gelernt hat, sondern auch alles andere. Die kleine Hexe hielt große Stücke auf ihn, weil er ein ausnehmend weiser Rabe war, der ihr in allen Dingen die Meinung sagte und nie ein Blatt vor den Schnabel nahm“.

 
 

20 Krähenarten stellt Cord Riechelmann am Schluss des Buches vor.

Doch zurück zu Riechelmanns Buch: Interessant ist nicht nur der Inhalt, sondern vor allem seine Gestaltung. Es ist im Kleinoktavformat (18,3 auf 12,3 Zentimeter) und hat einen anthrazitfarbenen, flexiblen Einband mit einer schwarzen, geprägten Krähe darauf. Auch weitere Details erinnern an das Sujet des Bändchens: der schwarze Kopfschnitt, die schwarzfädige Bindung und das zitronengelbe Kapitalbändchen – ein Hingucker wie bei der Alpendohle, deren Schnabel ebenso vom dunklen Gefieder absticht. Illustriert sind die Vogelporträts mit vielen historischen Abbildungen – darunter auch ein Standbild aus Hitchcocks Klassiker oder van Goghs „Weizenfeld mit Raben“.

„Krähen. Ein Portrait von Cord Riechelmann“ ist bei Matthes & Seitz erschienen, in der Reihe „Naturkunden“ , die Judith Schalansky herausgibt. Mit seinen 194 Gramm Gewicht eignet sich das „kleine Schwarze“ hervorragend als Unterwegslektüre. Das Büchlein umfasst 155 Seiten und kostet 18 Euro. Gedruckt und gebunden wurde es von der Friedrich Pustet KG.

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