Weiterempfehlen Drucken

Studium der Drucktechnik: Welche Hochschule bietet was?

Damit die Bildung nicht zum Stillstand wird: Es gibt eine Reihe von Hochschulen, die im Bereich der Druck- und Medientechnik ausbilden.

Studiengebühren, fehlende Lehrkräfte und Bildungsreformen – seit einigen Jahren sind Bildung und Fachkräftemangel zentrale (Streit-)Themen in Politik und Wirtschaft. Wie die Situation an den deutschen Hochschulen aussieht, die Studiengänge im Bereich der Druck- und Medientechnik anbieten, zeigen wir in einer siebenteiligen Serie.

»Eine hervorragende Qualifikation ist heute ein absolutes Muss, um im immer härter werdenden Wettbewerb national wie auch international mithalten zu können », betonte Oliver Curdt, geschäftsführender Vorstand beim Verband Druck und Medien in Nordrhein-Westfalen, anlässlich der Eröffnung des Trainings- und Beratungszentrums Printhouse in Düsseldorf. Nur so könne dem drohenden Fachkräftemangel in der Druckindustrie entgegengewirkt werden. Eine Reihe deutscher Hochschulen bilden gerade im grafischen Bereich in Studiengängen mit unterschiedlichen Schwerpunkten qualifizierte Nachwuchskräfte aus. Deutscher Drucker stellt sieben Universitäten und Fachhochschulen vor, die Studiengänge im Bereich der Druck- und Medientechnik anbieten.

BU Wuppertal. Der Studiengang Druck- und Medientechnologie an der Bergischen Universität Wuppertal kann als Bachelor oder Master of Science abgeschlossen werden. Der kombinatorische Studiengang Bachelor of Arts sowie Master of Education ersetzt seit 2007 das Lehramtsstudium Drucktechnik. Derzeit sind in der Fachrichtung insgesamt 400 Studenten eingeschrieben. Pro Semester kann der Fachbereich rund 120 Bachelor- und 30 Master-Studenten aufnehmen, die von zwölf Professoren sowie 20 wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitern betreut werden. Ein spezielles Mentorenprogramm soll Studienanfängern bei der Organisation des Studiums helfen. Die Semestergebühren betragen 155,11 Euro, inklusive einem Semesterticket für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Zusätzlich fallen Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester an, die unter anderem in die Finanzierung der technischen Ausstattung des Fachbereiches fließen. Für die  praxisnahe Ausbildung stehen den Studenten folgende Labors zur Verfügung: Kommunikationstechnik, Qualitätssicherung, Offsetdruck, Tiefdruck, Messtechnik, Druckweiterverarbeitung und Verpackungstechnik. HDM Stuttgart. Die Stuttgarter Hochschule der Medien bietet neben betriebswirtschaftlich ausgerichteten Studiengängen wie Print-Media-Management ebenfalls ein Studium im Bereich der Druckund Medientechnologie an. Dieses wird als Bachelor of Engineering abgeschlossen. Nach erfolgreichem Bachelor-Studium steht den Absolventen mit dem Masterstudium Print and Publishing ein weiterführendes Studienangebot zur Verfügung. Derzeit sind 199 Studenten im Bachelor-Studiengang eingeschrieben (146 Männer/53 Frauen). Zum Wintersemester werden 38 Studienplätze angeboten, im Sommersemester 37. Für die Lehre und Betreuung der Studierenden sind zwölf Professoren, 13 Mitarbeiter sowie weitere Lehrbeauftragte verantwortlich. Durch eine Verzahnung und Synergien mit Nachbarstudiengängen, wie dem Verpackungsdruck, soll den Studenten ein breit gefächertes Wissen vermittelt werden. Für ein Studium an der HDM Stuttgart werden Studiengebühren von 500 Euro pro Semester erhoben,  außerdem ist ein Verwaltungskostenbeitrag von 40 Euro sowie ein Studentenwerksbeitrag in Höhe von 71,10 Euro zu entrichten.

FH München. Der Bachelorstudiengang Druck und Medientechnik hat seit dem Wintersemester 2007/2008 den Diplomstudiengang an der Hochschule München abgelöst. Ein konsekutives Masterangebot ist für das Sommersemester 2011 geplant. Die Regelstudienzeit für das Bachelorstudium umfasst in München einschließlich der Bachelor-Arbeit sieben Studiensemester. Sechs Studiensemester sind theoretisch ausgerichtet, das fünfte Semester ist ein in das Gesamtstudium integriertesPraxissemester. Neben Pflichtmodulen können sich Studierende zwischen den Schwerpunkten Medien, Druck und Betriebswirtschaftslehre entscheiden. Das Bachelorstudium kann nur zum Wintersemester begonnen werden. Die Bewerbungsfrist liegt zwischen dem 2. Mai und 15. Juni des jeweiligen Jahres. Derzeit sind insgesamt 477 Studenten in der Fachrichtung Druck und Medientechnologie immatrikuliert. Für die Lehre und Betreuung sind neun Professoren, 30 Lehrbeauftragte, vier technische Mitarbeiter und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter verantwortlich. Durch die Zusammenarbeit mit dem Studiengang Verfahrenstechnik Papier unterrichten auch Professoren aus diesem Bereich. Die Labors der Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung sowie die technische Ausrüstung für die Bildanalyse ergänzen die theoretische Ausbildung durch praktische Anwendungen. Die Studiengebühren an der Hochschule München betragen derzeit 465 Euro, zusätzlich müssen pro Semester 50 Euro Verwaltungskostenbeitrag und 42 Euro Studentenwerksbeitrag entrichtet werden.

Seite 1 | 2 | 3 »
Anzeige

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Karriereleiter

Download: Die Top Aus- und Weiterbildungscenter in Deutschland

Hier werden Sie am besten für einen Job in der Druckindustrie vorbereitet

Vom Medientechnologen Druck, Mediengestalter und Industriemeister Druck bis hin zum Buchbinder – oder besser gesagt: Medientechnologe Druckverarbeitung: Die Jobs in der Druckindustrie sind spannend und vielseitig. In kaum einer anderen Branche entstehen so unterschiedliche, attraktive und faszinierende Produkte wie in der Druckindustrie. Welche Schulungs- und Weiterbildungszentren in den Fachdisziplinen der Druckindustrie tätig sind, zeigt das gleichnamige Poster auf einen Blick.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Ist der Aufschwung auch bei Ihnen angekommen?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...