„Made in Berlin” – breites Wissen für internationale Jobs


Der Weg an die Uni. Wer an der TFH Berlin im Bachelorstudiengang Druck- und Medientechnik studieren möchte, muss mindestens die Fachgebundene Hochschulreife nachweisen können. Zudem wird jedes Jahr auch eine begrenzte Anzahl von Studierenden mit Erstausbildung und Berufserfahrung aufgenommen. Diese müssen in den ersten beiden Semestern alle Prüfungen bestehen. „Da muss man sich warm anziehen”, weiß Prof. König. „Aber die, die es wirklich wollen, die schaffen das dann auch”. Voraussetzung für ein Master-Studium ist ein mit „gut” bestandener Bachelorabschluss im Bereich Druck- und Medientechnik oder in verwandten Bereichen – die dann im Einzelfall überprüft werden. Ergänzend können Studienfächer auch nachgeholt werden. So kann beispielsweise die Teilnahme an Grundlagenfächern im Bachelor zur Auflage für die Zulassung zum Masterstudium gemacht werden.

Kosten. Für ein Erststudium erhebt die TFH Berlin derzeit keine Studiengebühren. Pro Semester werden jedoch eine Immatrikulationsgebühr von 50 Euro, der Studentenwerksbeitrag in Höhe von 30,68 Euro sowie weitere 50 Euro für das Semesterticket fällig. Mit diesem Sockelbetrag können die Studierenden von Freitag 20 Uhr bis Montag 3 Uhr kreuz und quer durch Berlin fahren. Wer das auch unter der Woche tun möchte, kann für 37 Euro eine Monatsmarke für das gesamte Netz erwerben.

Nach der Vorlesung. Kulturell und politisch gesehen hat Berlin als Hauptstadt so einiges zu bieten. Jana Pihans Favorit für einen entspannten Abend, der allen Lernstress vergessen lässt, ist der Club „Rosi’s”. Wie in Omas guter alte Stube gibt es dort Wohnzimmer, Küche, Bad und Sofaecke. Draußen kann man kickern und im Sommer gibt es vor der Tür einen Strand, Tischtennis und eine Außenbar mit Sitzecke. Für Gordon Weidler ist im Sommer der Treptower Park der beste Ort zum Entspannen und Leute treffen. Patrick Davidt hingegen zieht es in die Simon-Dach-Straße, die auf 1,5 Kilometer links und rechts von Bars, Restaurants und Lounges gesäumt ist. „Da ist auch für jeden Musikgeschmack was dabei, und die Locations reichen von abgeranst bis Schickimicki”.

Autor: Julia Schmidt

Erschienen in DD 42/2008

Anwendungsorientierte Lehre 

DD: Prof. König, Sie unterrichten Betriebswirtschaftslehre für die Druckindustrie im Studiengang Druck und Medientechnik.
Was zeichnet Ihrer Meinung nach den Aufbau des Studiengangs in Berlin aus?

Prof. Dr. Anne König

Prof. König: Es sind ja zwischenzeitlich zwei Studiengänge – der dreijährige Bachelor und der zweijährige Master. Der Bachelor zeichnet sich – wie vorher schon der Diplomstudiengang – durch eine anwendungsorientierte Lehre sowohl der druck- als auch der bildschirmtechnischen Ausgabe aus – verbunden mit betriebswirtschaftlichen Seminaren wie Kalkulation von Printprodukten und Medienprojekten, betrieblichem Rechnungswesen und Prozessplanung. Außerdem setzen wir von Anfang an auf die Vertiefung der Sprachkenntnisse in Englisch. Das Praktikum im
5. Semester kann im In- und Ausland verbracht werden – und geht direkt über in die praxisorientierte Bachelorarbeit im 6. Semester. Der Master zeichnet sich durch eine verstärkte Lehre in Unternehmens- und Personalführung aus, wissenschaftlichen Vertiefungen in druck- und medientechnischen Aufgabenstellungen und einer Internationalisierung zum Beispiel in den Themenbereichen Medienrecht und Projektmanagement. Ein Auslandssemester ist gut integrierbar.
DD: Welche Studien-Projekte sind Ihnen
besonders wichtig und warum?
König: Die fachgebietsübergreifenden Projekte sind wohl die spannendsten, wenn Kreation, technische Finesse und Kostengesichtspunkte – bis hin zum aktiven Sponsoring durch die Studentengruppen – zusammenkommen und das Team sich gut intern organisieren muss, um die selbstgestellte Aufgabe zu lösen. In solchen Projekten sind natürlich alle gefragt – nicht nur die Studierenden, sondern auch wir Professoren, die Labormitarbeiter, die Zulieferindustrie und unsere zahlreichen Berliner Industriepartner.
DD: Über welche Fähigkeit sollte ein Absolvent beim Berufsstart verfügen?
König: Er sollte einen klaren Blick entwickelt haben, wo er mit seinen erworbenen Kenntnissen beruflich erfolgreich werden kann. Und er sollte sich bewusst sein, dass das Lernen nach dem Studium nicht aufhört, sondern wesentlicher Teil unserer dynamischen Branche bleibt.

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