Ingenieure aus Darmstadt – mit dem Master in die Industrie


Forschungszusammenarbeit im Bereich „Gedruckte Elektronik" (v.l.n.r.): Martin Haas (wissenschaftlicher Mitarbeiter IDD), Manfred Jurkewitz (Leiter F & E Heidelberg), Dr. Martin Schmitt-Lewen (Projektleiter Heidelberg), Professor Dr. Edgar Dörsam (Leiter IDD) und Joachim Sonnenschein (Leiter Print Application/Customizing Heidelberg). Bild: Heidelberger Druckmaschinen AG

Technische Ausstattung. Für experimentelle Untersuchungen stehen den Studierenden am IDD ein Drucklabor, ein Mess- und ein Klimalabor mit Prüfinstrumenten zur Analyse des viskoelastischen Materialverhaltens von Papier oder Farben zur Verfügung. Ausgestattet ist das Drucklabor mit einer Flexomaschine, einer Einfarben-Quickmaster von Heidelberg sowie einer Gallus-RCS-330-HD-Rollen-Hybrid-Druckmaschine. Für die Weiterverarbeitung ist eine Polar-78-Schneidemaschine vorhanden, außerdem stehen Soft- und Hardware zur Verfügung, die überwiegend bei der Untersuchung und Simulation von Materialverhalten zum Einsatz kommt.

Projekte. Damit neben den technischen Kenntnissen auch die Soft Skills gefördert werden, muss im Bachelorstudium unter anderem eine ein- bis zweiwöchige Blockveranstaltung besucht werden – diese kann auch am IDD absolviert werden. „Da wird dann richtig gedruckt, und am Ende müssen ein Bericht und eine kleine Prüfung geschrieben werden”, erläutert Happel. Im Masterstudium steht das Advanced Design Project (ADP) auf dem Programm – hier müssen die Studierenden in kleinen Gruppen von drei bis sechs Personen eine ingenieurstechnische Aufgabenstellung bearbeiten, meist aus der Industrie. „Das letzte Mal musste innerhalb von zwei Wochen eine Prüfvorrichtung entwickelt werden, um die Schneidkräfte beim Papierschneiden zu messen”, berichtet die Doktorantin. Entsprechend informieren sich die angehenden Ingenieure über die Grundlagen und entwerfen eine Konstruktion. Betreut werden sie dabei von wissenschaftlichen Mitarbeitern. Neben einer schriftlichen Ausarbeitung müssen die Teilnehmer ihre Ergebnisse am Ende dann den Industrievertretern beziehungsweise Fachgebiets- und Institutsmitarbeitern vorstellen.

Interessen entdecken. Um früh Kontakte zu knüpfen und die eigenen Interessen auszuloten, wird empfohlen, vor Studienbeginn ein Praktikum zu absolvieren. Dieses stellt allerdings keine Zulassungsvoraussetzung dar und kann auch während des Studiums nachgeholt werden. Ein reines Praxissemester ist für das Maschinenbaustudium nicht eingeplant, Studierende erhalten am IDD jedoch unter anderem durch Aushänge Unterstützung bei der Suche nach einem potenziellen Praktikumsbetrieb. „Das Angebot ist da – die Initiative muss allerdings vom Studenten selber kommen”, so Happel. Dasselbe gilt für Bachelor- und Masterabschlussarbeiten, allerdings schreiben derzeit relativ wenige der angehenden Ingenieure ihre Thesis in einem Industrieunternehmen. „Wenn aber ein Student seine Arbeit im Betrieb machen möchte, dann knüpfen wir auch gerne Kontakte zur Industrie”, bekräftig Happel.

In die weite Welt. Unterstützt werden Studenten auch, wenn es um einen Auslandsaufenthalt geht. Relativ einfach ist ein solcher Austausch über die vorhandenen Partner-Unis – hier bestehen bereits Kooperationsverträge, in denen Dinge wie Studiengebühren oder Visa geregelt sind. Die Wahl einer anderen Hochschule ist ebenfalls möglich, „das ist dann allerdings schwieriger, da man sich erst noch um die ganzen organisatorischen Dinge kümmern muss”, fasst Kathrin Happel zusammen.

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