Ingenieure aus Darmstadt – mit dem Master in die Industrie


Am IDD stehen den Studierenden PC-Arbeitsplätze zur Verfügung – sie sind mit Software ausgestattet, die zum Beispiel für die Simulation von Materialverhalten zum Einsatz kommt.

Der „PapierMaster”. Nicht nur inhaltlich, auch örtlich mit dem IDD „Tür an Tür” ist das PMV zu finden. Hier können Studierende in zwei Jahren den Master of Paper Science and Technology erwerben. Voraussetzung für eine Zulassung zum Master ist ein abgeschlossenes Ingenieurswissenschaftliches Studium, wie Verfahrenstechnik, Chemie, oder des Wirtschaftsingenieurwesens.  „Theoretisch ist auch ein Masterstudium mit einem Bachelorabschluss einer Fachhochschule möglich”, so Institutsleiter Professor Samuel Schabel. Allerdings sollten diese Studenten dann mehr Zeit einplanen, da sie meist Grundlagen nachholen müssen und sich das Studium entsprechend verlängere. Grundsätzlich wird jeder Bewerber zu einem Eignungsfeststellungsgespräch eingeladen – wie schon im Bachelor of Mechanical and Process Engineering – „denn wir sind der Meinung, dass ein guter Ingenieur nicht unbedingt ein Einser-Abitur haben muss”, so Schabel.

Schwerpunkt Recycling. Die Forschungsschwerpunkte sind im Studiengang traditionell auf das Thema Recycling ausgerichtet. „Dabei sind wir sehr breit aufgestellt – das reicht von der Frage, wie man Prozesse beim Papierrecycling optimieren kann, bis zum Ansatz, wie man ein Papierprodukt gestalten muss, dass es am Ende auch recycelbar ist”, erläutert Schabel. Im Rahmen der Neuakkreditierung wurde der „Papiermaster” grundlegend überarbeitet. Während das Studium früher stark auf die Papierindustrie ausgerichtet war, bietet es nun mehr Wahlmöglichkeiten: „So kann jemand den Master Papieringenieur machen, sich aber eher in Richtung Maschinenbau, Papierchemie oder eben Druck orientieren. Wer eher die Schnittstelle Papier und Druck kennen lernen möchte, der ist im Papiermaster mit der Vertiefung Drucktechnik gut aufgehoben”, so Schabel. Verpflichtend ist im Masterstudiengang nur ein kleiner Teil im Bereich Drucktechnik zu absolvieren – wer sich aber stärker für den Bereich interessiert, der kann rund ein Viertel seiner Seminare am IDD machen.

Praktikum. Am PMV wird Wert darauf gelegt, dass die Studierenden möglichst vor Studienbeginn ein Praktikum machen – in Sonderfällen kann es aber auch nachgeholt oder gestundet werden. „Wir halten das für wichtig”, so Schabel, „und für ein integriertes Praktikum ist die Zeit einfach zu kurz, denn viele Themen werden mittlerweile in Teams bearbeitet und das braucht mehr Zeit als Frontalvorlesungen.” Wie im Maschinenbaustudium generell vorgeschrieben, müssen auch die Studierenden, die Wahlfächer im Bereich Papier belegen, im ersten Semester in Teams eine Ingenieursaufgabe lösen. Das soll zum einen, nach der Vermittlung von viel Grundlagenwissen, die Motivation fördern. Zum anderen soll dadurch auch die Teamfähigkeit der Studierenden getestet und verbessert werden. Zu diesem Zweck werden die Gruppen nicht nur von einem Studenten aus einem höheren Semster fachlich betreut, sondern auch von Studierenden der Pädagogik. So bekommt jeder ein persönliches Feedback darüber, was an seinen Beiträgen gut und was schlecht war. Im Masterstudium Paper Science and Technology findet sich auch das „Advanced Design Project” wieder, bei dem ein experimentelles oder konstruktives Projekt bearbeitet und dokumentiert werden muss.

Kurz und knapp: Die TU Darmstadt 

Zahlen und Fakten. Die Technische Universität Darmstadt wurde am 10. Oktober 1877 mit der Verleihung des Titels „Technische Hochschule zu Darmstadt" durch Ludwig IV, Großherzog von Hessen und bei Rhein, aus der polytechnischen Schule gegründet. Mit diesem Namen und dem Abitur als Eingangsvoraussetzung für das Studium erhielt die TU Darmstadt den Universitätsstatus. 1997 wurde die Technische Hochschule Darmstadt dann zur Technischen Universität Darmstadt umbenannt.
2008/2009 studierten 19 017 junge Leute in den 13 Fach- und drei Studienbereichen. Darunter waren insgesamt 3 752 ausländische Studierende. Betreut wird die Studentenschaft von 243 Professoren und 27 Professorinnen sowie 3 414 wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Austauschmöglichkeiten bestehen unter anderen mit den 108 internationalen Partneruniversitäten.

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