Ingenieure aus Darmstadt – mit dem Master in die Industrie


Im Drucklabor: Kathrin Happel erläutert die Funktionsweise der Heidelberg Quickmaster.

Internationale Erfahrung. Auf einen Aufenthalt im Ausland wird am PMV großen Wert gelegt: „Wir wollen, dass jeder während seines Studiums einmal ins Ausland geht”, betont Schabel. „Denn letztendlich ist ja auch Sinn eines Auslandsaufenthaltes, dass man etwas von Land, Leuten und Kultur mitbekommt.” Ob das für ein sechswöchiges Praktikum, ein ganzes Semester oder gar ein ganzes Jahr sein soll, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Auch die Masterarbeit kann im Ausland geschrieben werden. Das Institut unterhält bereits feste Kontakte zu internationalen Partner-Unis, was einen Austausch erleichtert. In Kürze wird auch ein dualer Masterstudiengang mit den Universitäten in Helsinki und Grenoble möglich sein. Ein Jahr sollen die Studierenden dann in Darmstadt verbringen, das zweite in Finnland oder Frankreich – entsprechend ist das Studium auch zweisprachig angelegt: „Wer in diesem Programm studiert, bekommt dann zwei Diplome, eines aus Darmstadt und eines von der Partner-Uni”, erläutert Schabel die Pläne.

Chancen. Die beruflichen Chancen für Papieringenieure schätzt Professor Schabel als „hervorragend” ein. So erhalte er mehr Anfragen aus der Industrie, als es Absolventen am Institut gibt. „Man muss ein bisschen flexibel sein, sowohl räumlich, als auch inhaltlich – aber das ist ja überall so.” Mittlerweile gehe die Hälfte der Absolventen nicht mehr nur in die Papierindustrie, sondern ins weitere Umfeld, wie den Maschinenbau, die Chemie, zu Konzernen, die Software für die Anlagensteuerung programmieren, oder aber zu Verpackungsherstellern.

Nach der Uni. Nicht nur studientechnisch, auch was die Freizeitgestaltung angeht, ist in Darmstadt für Studierende einiges geboten. „In Darmstadt gibt es noch einige Brauhäuser, zum Beispiel den Ratskeller oder das Darmstädter Braustübel”, weiß Kathrin Happel, „da kann man gemütlich selbstgebrautes Bier trinken.” Wer gerne tanzen geht, ist im Schlosskeller gut aufgehoben, und leckeres mexikanisches Essen und Cocktails bei einem schönen Ausblick gibt es in der Coyote Bar auf drei Stockwerken im Hundertwasserhaus. Beliebter Studenten-Treffpunkt ist auch das „603 qm” – eine Lagerhalle, die von der Asta der TU Darmstadt vor dem Abriss bewahrt und zu einem Veranstaltungsort umgebaut wurde. Tagsüber gibt es hier Kaffee und abends Musik.  

   

Vielfältiges Angebot an Vorlesungen 

DD: Herr Schunda, was zeichnet für Sie als Student die Vertiefung Drucktechnik an der TU Darmstadt aus?

Eric Schunda

Eric Schunda: Das vielfältige Angebot an Vorlesungen zum Thema Druckmaschinen und darüber hinaus ergänzende Veranstaltungen, wie zum Beispiel praktische Farbmessung oder funktionales Drucken, die über das klassische Gebiet der Drucktechnik hinausgehen. Die umfangreiche Fachbibliothek ist ein weiterer Bonus der Hochschule.
DD: Wie beurteilen Sie die Betreuung durch die Lehrkräfte?
Eric Schunda: Das ist der Anziehungspunkt des Fachgebietes: In jeder Übung kamen auf drei Studenten ein Betreuer, mit dem man alle Fragen erörtern und somit den Lehrstoff aus den Vorlesungen sehr gut vertiefen konnte. Diese Unterstützung war einer der Gründe, warum ich heute am Institut als wissenschaftliche Hilfskraft arbeite.
DD: Was macht neben dem Studium das Studentenleben in Darmstadt aus?
Eric Schunda: Darmstadt ist eine moderne Studentenstadt, wie man schon an den sehr langen Öffnungszeiten der Bibliothek sehen kann. Sie bietet aber auch vielerorts gemütliche Treffpunkte für einen schönen Abend mit Freunden.

Autor: Julia Schmidt

Erschienen in DD 07/2009

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