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Druckingenieure aus Leipzig: In der Industrie gefragt

Laboringenieurin Kathrin Mandler unterstützt die Studierenden beim Versuchsaufbau zu verschiedenen Produkt- und Materialtests. Im Bild: Diplomand Christoph Müller bei einem Farbtest.

Hochschulporträt. Was vor mehr als 500 Jahren mit beweglichen Lettern begann, hat sich zu einer komplexen Wissenschaft entwickelt. Deutscher Drucker stellt in einer Serie sieben Hochschulen und Universitäten vor, die im Bereich der Drucktechnik qualifizierte Fachkräfte ausbilden. Im vierten Teil: die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig.

Am Gutenbergplatz, nur zehn Minuten vom Leipziger Zentrum entfernt, hat der Studiengang Drucktechnik an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) seinen Hauptstandort. Noch erinnert der schlichte Flachbau im Plattenbaustil mit den orangenen Türen an die DDR-Zeit. Doch zum Wintersemester 2009 wird einmal mehr ein DDR-Relikt aus dem Alltag der Drucktechnik-Studenten verschwinden. Spätestens dann soll  nämlich der Umzug in das neue Medienzentrum am Campusgelände über die Bühne gegangen sein. „Im neuen Medienzentrum wird sich unsere technische Infrastruktur erheblich verbessern”, kündigt Studiendekanin Ulrike Herzau-Gerhardt an. Neben den technischen Vorteilen wird sich auch die Nähe zu den anderen Fachbereichen der HTWK Leipzig günstig für die Arbeit von Studenten und Professoren auswirken. „Am neuen Standort an der Gustav-Freytag-Straße werden wir stärker von der interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren.” Die Studiendekanin hofft, dass sich Änderungen dann schneller durchsetzen lassen. „Mit der örtlichen Nähe zu anderen Studiengängen des Fachbereichs Medien lassen sich Entscheidungen auf kurzem Wege treffen.”

Medienvielfalt. Neben der Drucktechnik sind folgende Studiengänge dem Fachbereich Medien zugeordnet: Bibliotheks-und Informationswissenschaft, Buchhandel und Verlagswirtschaft, Druck- und Verpackungstechnik, Mediatechnik, Museologie und Verlagsherstellung. Doch bis zum Wechsel in das Medienzentrum ist noch ein Jahr hin.

Umstellung auf Bachelor. Für die Umstellung vom Diplom-Ingenieur zum Bachelor of Engineering war der Startschuss bereits im Oktober dieses Jahres, zu Beginn des Semesters, gefallen. Der dreisemestrige Masterstudiengang Druck- und Verpackungstechnik wird sukzessive 2012 eingeführt. „Gewiss haben wir mitder Umstrukturierung vom Diplom zum Bachelor einige Inhalte kürzen müssen”, sagt Herzau-Gerhardt. Keine Abstriche gab es in den Grundlagenfächern Physik, Mathematik und Chemie. Auch das 20-wöchige Praktikum in einem Unternehmen der grafischen Industrie oder der Zulieferindustrie ist weiterhin Pflicht. Von Seiten der Hochschule wird den Studenten ans Herz gelegt, das Praxissemester im Ausland zu absolvieren. Diese Empfehlung wird bereits von fünf Prozent der Studierenden umgesetzt. „Für den Erhalt des Praktikums ist der Bachelor mit sieben Semestern eingeführt worden”, so Herzau-Gerhardt.

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