Druckingenieure aus Leipzig: In der Industrie gefragt


Forschungsarbeit. Student Christoph Müller nutzt das Labor für die praktischen Übungen im Zusammenhang seiner Diplomarbeit. Diese widmet sich dem Thema Tiefdruck, Müller verfasst sie als studentische Hilfskraft für das Institut für Print- und Medientechnik. „Die Forschungsarbeit wird mit einer geringen monatlichen Pauschale entlohnt”, berichtet Müller. Zwar ist es Usus, die Diplomarbeit für ein Unternehmen zu schreiben und so Kontakte zur Branche aufzubauen, die Entlohnung fällt aber meist in der Größe eines Taschengeldes aus. „Um die Druckbranche rund um Leipzig ist es nicht so sonnig bestellt, dass Diplomarbeiten relevant entlohnt würden”, weiß Herzau-Gerhardt.

Kooperationen. Die Mitarbeiter des Studiengangs Drucktechnik pflegen vielfäl-tige Kontakte zu den regionalen Akzidenz- und Verpackungsdruckereien sowie zur Zulieferindustrie und dem Druckmaschinenbau. Mit dem Landesverband Druck und Medien Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kooperieren Professoren und Studenten der Drucktechnik, wenn es um das Gutenbergsymposium geht, das jährlich veranstaltet wird. Dreimal im Jahr findet zudem ein so genannter Druckerstammtisch statt, der vom Unternehmen Sun Chemical finanziert und mit Fachvorträgen unterstützt wird.

Breit gefächerte Grundlagenlehre 

DD: Herr Müller, was zeichnet für Sie als Student den Aufbau des Studiengangs Drucktechnik an der HTWK Leipzig aus?

Christoph Müller

Christoph Müller: Für mich sind es die kleinen Seminargruppen, die familiäre Atmosphäre und die breit gefächerte Grundlagenvermittlung, sowohl in naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathematik, Chemie, Physik als auch in Maschinenbau und Elektrotechnik.
Darüber hinaus kommen auch die betriebswirtschaftlichen Fächer nicht zu kurz.
Für die spätere internationale Arbeit ist sowohl der Unterricht in einer Fachfremdsprache als auch ein englischsprachiges Praktikum hilfreich. Die praktischen Erfahrungen umfassen die gesamte Palette der grafischen Branche: Von der Vorstufe über die einzelnen Druckverfahren bis hin zur Weiterverarbeitung. Dafür steht an der HTWK eine technische Ausstattung, angefangen vom Reprolabor über verschiedene Druckmaschinen bis hin zu Weiterverarbeitungsmaschinen zur Verfügung. Darüber hinaus wird durch Exkursionen, Praktika ein Praxissemester der Kontakt zur Wirtschaft gefördert. Die umfangreiche Fachbibliothek ist ein weiterer Bonus der Hochschule.
DD: Wie beurteilen Sie die Betreuung durch die Lehrkräfte?
Christoph Müller: Sehr gut. Man kann sich mit seinen Fragen und Anliegen immer an die Professoren und deren Mitarbeiter wenden. Ich bin bisher immer auf offene Ohren gestoßen. Aufgrund der kleinen Seminargruppen wird man schnell miteinander bekannt und die Lehrkräfte können den Namen der Studenten zu deren Gesichtern zuordnen. Auch bei der Terminfindung für die Durchführung von Praktika sind die Lehrkräfte flexibel.

DD: Was macht neben dem Studium das Studentenleben in Leipzig aus?
Christoph Müller: Leipzig bietet für die meist kleine Geldbörse von Studenten niedrige Lebenshaltungskosten und ausreichend Wohnraum zu günstigen Mietpreisen. Das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs ist gut ausgebaut, das Semesterticket gilt im gesamten Mitteldeutschen Verkehrsverbund. Leipzig ist eine grüne Stadt mit vielen Parks, vielen Studentenclubs und einer vielfältigen Kultur. Als Ausgehtipps empfehle ich: Moritzbastei, TV-Club, Kneipenmeilen in der Innenstadt und in der Karl-Liebknecht-Straße, Stuk, Werk II …

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