Hochschule der Medien bietet Technik für alle Druckverfahren


Schwerpunkt Technik. Im Zuge des Bologna-Prozesses wurden zum Wintersemester 2004 die Diplom-Studiengänge an der Hochschule der Medien auf Bachelor umgestellt. Die Studierenden schließen damit ihr Studium nicht mehr nach acht, sondern nach sechs Semestern mit dem Bachelor of Engineering beziehungsweise demBachelor of Science ab. Derzeit sind insgesamt 199 Studierende im Studiengang Druck- und Medientechnologie immatrikuliert, darunter 20 aus dem Ausland. In jedem Semester stehen rund 40 Studienplätze zur Verfügung, auf die sich im Wintersemester rund 160 und im Sommersemester 90 Interessierte bewerben. Die Zahl der Lehrkräfte beläuft sich auf zwölf Professoren und 13 wissenschaftliche Mitarbeiter sowie weitere Lehrbeauftragte.

Obwohl der Studiengang technisch ausgerichtet ist, wird Wert auf interdisziplinäre Kenntnisse gelegt. So gehören neben naturwissenschaftlichen auch betriebswirtschaftliche Grundlagen zum Grundstudium, das die ersten beiden Semester umfasst. Im Hauptstudium steht die Produktion von Printprodukten von der Kreation bis zur Weiterverarbeitung mit allen dazugehörenden Arbeitsschritten im Mittelpunkt. Die Studierenden setzen sich eigene Schwerpunkte durch die Wahl von Vertiefungsfächern, die von digitaler Fotografie, der Druckvorstufe über sämtliche Druckverfahren bis zu Weiterverarbeitungstechnologien reichen. Am Ende des sechsten Semesters schließt das Studium mit der Bachelor-Thesis ab. „Rund 90 Prozent der Abschlussarbeiten werden in der Industrie geschrieben”, erläutert Hübner dazu. 

Wie ein Unternehmer denken 

DD: Prof. Fischer, Sie sind Dekan im Bereich Print-Media-Management an der HDM. Was zeichnet Ihrer Meinung nach den Aufbau des Studiengangs in Stuttgart aus?

Prof. Rolf Fischer

Prof. Rolf Fischer: Die lange Tradition. Seit seiner Gründung 1977 besitzt der Studiengang national wie auch international den Ruf als hoch qualifizierte, wirtschaftlich orientierte Studienstätte für künftige Führungskräfte. Mit einer Mischung aus Ökonomie, Management, Drucktechnik und Druckmedienproduktionen orientiert er sich an den Herausforderungen der Zukunft. Das Studienkonzept ermöglicht Studierenden, unternehmerisch und verantwortungsbewusst zu denken. Lehrinhalte werden von den Anforderungen der Praxis an Fach- und Führungskräfte bestimmt. Denn in Zeiten des schnellen technologischen Wandels bedarf es einer zielgerichteten, ökonomisch orientierten Unternehmensführung, um moderne Print- und Medientechnologien im Wertschöpfungsprozess wirtschaftlich und erfolgreich einzusetzen.
DD: Welche Studien-Projekte sind Ihnen besonders wichtig und warum?
Fischer: In der betrieblichen Praxis sind die Unternehmen zunehmend mit Aufgaben konfrontiert, die eindeutigen Projektcharakter besitzen. Deshalb sind die studentischen Projektarbeiten im Studiengang Print-Media-Management wesentlicher Studienbestandteil. Sie laufen in der Regel über ein Semester. Darin wenden die Studierenden ihr bereits erworbenes Fachwissen an und ergänzen es. So wollen wir Studierende rechtzeitig an die Lösung komplexer Themenstellungen heranführen und durch die praktische Umsetzung Methoden- und Sozialkompetenz sowie die Persönlichkeitsentwicklung nachhaltig fördern.
DD: Über welche Fähigkeiten sollte ein Absolvent beim Berufsstart verfügen?
Fischer: Absolventen des Studiengangs Print-Media-Management verfügen über umfang-reiche betriebswirtschaftliche und medienwirtschaftliche Kenntnisse. Sie beherrschen das Denken in Prozessen sowie deren wirtschaft-liche Bewertung.
Ein Studienziel besteht darin, die Fachkom-petenz der Absolventen um überdurchschnittliche Branchenkenntnisse zu bereichern. Dadurch sollen sie in die Lage versetzt werden, wirtschaftliche und technische Bewertungen von Investitionen, Produktionsverfahren oder Produkten durchzuführen und Managementaufgaben zu realisieren. Studienabgänger können sich als anerkannte und kompetente Ansprechpartner in allen wirtschaftlichen und medienspezifischen Belangen in der Druck- und Medienindustrie bewähren.

Seite « 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 »
Anzeige

Weiterempfehlen Drucken Heft-Abo

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen Sport- und Gesundheitsangebote für Mitarbeiter?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...