Hochschule der Medien bietet Technik für alle Druckverfahren


Mal ist es ein Kinderbuch, mal ein Kalender, eine Karte mit gedruckter Elektronik oder die Konzeption und Produktion von Gesellschaftsspielen: Die Projektarbeiten an der HDM sind vielfältig.

Technische Ausstattung. Zur Umsetzung der Projekte und der theoretisch erworbenen Kenntnisse steht den Studierenden ein Maschinenpark zur Verfügung, der sämtliche Druckverfahren vom Offset-, über den Flexo-, Tief- und Tampon- bis zum Sieb- und Digitaldruck abdeckt. Hierzu zählen unter anderem eine Sechsfarben-Heidelberg Speedmaster CD mit Lackwerk, eine Manroland-Tiefdruckrotation mit elektromagnetischer Gravuranlage der Firma Hell, vier Tampondruckmaschinen von Tampoprint, Tecaprint und Morlock, für den Digitaldruck eine Xerox Docucolor 5000 und ein HP Colorlaserjet 8500, sowie ein Flachbettsiebdruck-Halbautomat Thieme 1000, eine Ekra-Präzisions-Laborsiebdruckmaschine und ein Körpersiebdruck-Halbautomat von Isimat. Zudem steht im Technologiezentrum des deutschen Flexodruckverbands (DFTA-TZ) eine Achtfarben-Zentralzylinder-Flexo-druckmaschine von Fischer & Krecke mit Peripherie und verfahrensspezifischer Messtechnik zur Verfügung.

In der Druckvorstufe befinden sich für Repro, Publishing und Satz- sowie die Druckformherstellung ein Heidelberg Suprasetter, ein Lüscher Xpose, ein Esko CDI Spark 4835 Flexo-Platesetter sowie 16 Arbeitsplätze im PC-Pool, drei Großformatplotter und ein Farbproofgerät. Außerdem verfügt das Labor über die DTP-Applikation Adobe CS, eine Prinect Signa Station und verschiedene Montage-, Workflow- und RIP-Software.

Der Bereich der Weiterverarbeitung ist mit einer MB-Bäuerle CAS 52, einer MBO- K800-Perfection-Falzmaschine, einem Woh-lenberg-Protect-115-Planschneider, einem Wohlenberg-Drei-Seitenschneider, einem Stahl-ST100-Sammelhefter und dem Müller-Martini-Sammelhefter Amigo plus ausgestattet. In den Labors der Farbmess- und Regelungstechnik sind unter anderem Spektralfotometer und Densitometer von Techkon und Xrite Pantone, ein Dreibereichs-Lichtfarbmessgerät, ein Zweistrahl-Transmis-sionsmessgerät sowie ein Alicona-Ober-flächenanalysesystem vorhanden.

Neben Branchensoftware und Standardofficepaket ist im Labor des Studienganges Print-Media-Management eine Rollenoffset-Computer-Simulationsanlage installiert, die über ein Original-Bedienpult einer Manroland-Rotation gesteuert wird. Zudem stehen entsprechend der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung Unternehmensplanspiele, Existenzgründersoftware, Layout- und Statistikprogramme zur Verfügung.

Das Studium individuell gestalten 

DD: Frau Schöne, Sie studieren Druck- und Medientechnologie. Was zeichnet den Aufbau des Studiengangs an der Hochschule der Medien in Stuttgart aus?

Christiane Schöne

Christiane Schöne: Durch die breite technische Ausstattung können wir die vermittelten Grundlagen bei Praktika und Projekten vertiefen. Die HDM hat alle Druckverfahren im Haus. Somit bietet sie ein hohes Maß an Spezialisierung. Die Abteilungen sind auf dem neuesten Stand und geben einen guten Einblick in die Praxis. Nach dem Grundstudium kann man aus den Wahlfächern seinen Schwerpunkt festlegen. Durch die Vielfalt an Medien-Studiengängen können auch Wahlfächer aus anderen Studiengängen gewählt und das Studium individuell gestaltet werden.
Allerdings finde ich, dass mit der Einführung der Bachelor-Studiengänge die Studieninhalte sehr stark in sechs Semester gepresst wurden.
Eine Ausbildung oder zumindest ein Praktikum vor Studienbeginn sind zu empfehlen.
DD: Wie beurteilen Sie die Betreuung durch die Lehrkräfte?
Schöne: Die Betreuung finde ich gut. Fragen werden beantwortet und erklärt. Seit einigen Semestern gibt es auch ein Mentoring-System: Jedem Studenten wird ein Professor als Mentor zugeteilt. So ist eine persönliche Betreuung möglich. In den Grundlagenpraktika können wir uns Abläufe in der Vorstufe, der Produktion und der Weiterverarbeitung erklären lassen, um eigene Produkte zu fertigen.
DD: Und wie gefällt Ihnen Stuttgart?
Schöne: Hier gibt es viele Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen: Angefangen bei Kinos, Clubs und Kneipen über Museen bis hin zu den Schlössern. Mit dem Studententicket kann man günstig von der Hochschule in die Stadt fahren und dort etwas unternehmen. Seit Dezember 2007 hat Stuttgart übrigens einen kleinen Eisbären im Zoo. Da lohnt ein Ausflug.
Die vielen Parkanlagen machen das Lernen im Sommer einigermaßen erträglich. Aber auch der Campus in Vaihingen ist sehr schön: Im Studentenwohnheim kann man in WGs wohnen und durch die Nähe zur Universität Stuttgart gibt es einen regen Austausch unter den Studenten anderer Fachrichtungen.

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