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Beste Berufsaussichten für Bachelor, Master und Co.

Sechs Stipendiaten aus Moskau verbringen ein Semester an der Bergischen Universität Wuppertal: Dmitrij Belkin, Andrey Lebedev, Alex Yuganow, Denis Shatilov, Maria Zhukova und Anna Fomina (v. l. n. r.). Im Hintergrund (2. v. l.): Steffen Teuber, Student im Studiengang Druck- und Medientechnologie sowie Laborleiterin Christiane Buck (3. v. r.).

Was vor mehr als 500 Jahren mit beweglichen Lettern begann, hat sich zu einer komplexen Wissenschaft entwickelt. Deutscher Drucker stellt in einer Serie sieben Hochschulen und Universitäten vor, die im Bereich der Drucktechnik qualifizierte Fachkräfte ausbilden. Den Auftakt macht die Bergische Universität Wuppertal.

Es ist keine 20 Jahre her, dass auf dem Freudenberg im Wuppertaler Stadtteil Elberfeld patroulliert, Panzer repariert und junge Männer von der Bundeswehr zu Soldaten ausgebildet wurden. Ausgebildet wird hier immer noch, wenn auch nicht mehr militärisch: Heute befindet sich auf dem ehemaligen Kasernengelände das Druck- und Medienzentrum der Bergischen Universität, wo sich die Studierenden des Studienganges Druck und Medientechnologie theoretische sowie praktische Kenntnisse des Bereiches aneignen.

Heavy Metal. Statt tonnenschwerer Kettenfahrzeuge befindet sich auf den 1 340 m2  der ehemaligen Panzerhalle unter anderem ein Offsetdrucklabor mit einer Fünffarben-Speedmaster CD 74 mit Wendung und Lackwerk und einem Prosetter 74. Die technische Ausstattung bietet die Möglichkeit, im Seminar erworbene Inhalte praktisch umzusetzen.

Fehler erlaubt. Während der Projektarbeiten werden die derzeit insgesamt 400 Studenten von zwölf Professoren und 20 wissenschaftlichen Mitarbeitern betreut. Fehler sind dabei erlaubt, denn die Studierenden sollen lernen, mit Problemen  umzugehen. »Wir wollen durchaus Krisen durchleben«, erklärt Professor Johannes Backhaus, der am Institut für Druckweiterverarbeitung und Verpackungstechnik zuständig ist. Schließlich seien die Absolventen diejenigen, die mit eben solchen Situationen im künftigen Betrieb konfrontiert seien und Lösungen finden müssten.

Individuelle Betreuung. In einem speziellen Mentorenprogramm betreut je ein Professor zehn Studienanfänger. Vier Gesprächstermine sind Pflicht: zu Beginn des Studiums werden alle organisatorischen Fragen geklärt, im Gespräch vor der Prüfung
gibt der Mentor Hilfestellungen zur Vorbereitung. Ein weiteres Treffen nach der Prüfung soll aufzeigen, wo Schwierigkeiten waren und wie diese künftig vermieden werden können. Im weiteren Verlauf des Studiums findet ein letztes Gespräch zum »Stand der Dinge« statt. Das Mentorenprogramm hilft nicht nur dabei, sich in den Universitätsstrukturen zurechtzufinden, es soll auch den persönlichen Kontakt zwischen Studenten und Dozenten fördern.

Studienangebot. An der Bergischen Universität Wuppertal gibt es verschiedene Studiengänge für Druckinteressierte: Das Studium Druck- und Medientechnologie wird als Bachelor of Science abgeschlossen und umfasst sechs Semester.  Ausbildungsschwerpunkte sind Prepress und Pre-Imaging mit Blick auf die Dokumentenerstellung und Druckvorstufentechnik sowie der Bereich Imaging, der sich mit Druckverfahren, Drucktechnik und elektronischer Ausgabe befasst.  Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Organisationsentwicklung werden im Schwerpunkt Medienökonomie und Automatisierung zusammengefasst, die Modellierung des Workflows sowie dessen Simulation unter Produktionssystemen.

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