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Auch bei kleinen Verlagen kommt was aufs "Tablet"

Swiss Publishing Week, Print-Media Congress, Ifra Expo Media Port: Keine Veranstaltung derzeit, bei der nicht das iPad und das Thema Tablet-Publishing ganz oben auf der Agenda steht. Die großen Hoffnungen, die die Verlagsbranche in den neuen Medienkanal setzt, sind im letzten halben Jahr nicht kleiner geworden.

Erst recht nicht, seit wir alle das Online-Video über den mehrdimensionalen Aufbau des iPad-Magazins von Time Inc. gesehen haben (www.youtube.com/watch?v=T6YGN8hcpKY). Der Mehrwert für den Leser ist groß, die Chance, dass der Leser für derartige Anwendungen bezahlt, ebenso.

Und genau dorthin kommen wollen doch alle, wenn auch nicht immer in dieser Größenordnung. Spricht man auf den Veranstaltungen mit Vertretern kleinerer Verlage und Corporate Publishern, so stellt man fest, dass diese händeringend nach einer einfachen Einstiegsmöglichkeit suchen, mit der sie ihre Printpublikationen mehrwertig aufs Tab bringen können. Redaktions-/CMS-Systeme von Woodwing oder Vjoon, die für die Herstellung digitaler Magazine zusätzliche Tools bereitstellen, stehen ihnen oft nicht zur Verfügung oder sind zu teuer. Und die Lösungsansätze der Layout-Platzhirsche Adobe („Digital Publishing Tools“) und Quark („Blio-Export“) sind entweder noch zu komplex, in Beta oder stehen erst kurz vor ihrer Veröffentlichung.

Kein Wunder also, dass Holger Meyer, Geschäftsführer der Visible Vibrations GmbH, auf dem Print Media Congress die Visitenkarten geradezu aus den Händen gerissen wurden. Denn ähnlich wie die E-Publishing-Software „wikyte“ der CP-Agentur Karma Kommunikationsdesign bietet Meyer mit „3D-Zeitschrift.de“ eine Lösung auf Basis der Druck-PDFs an – und holt die Verlage somit in ihrem Kerngebiet ab. Das E-Paper-CMS mit integriertem Editor wird kostengünstig als ASP-Mietmodell angeboten und ermöglicht das Selbsterstellen dreier Arten von E-Magazinen per drag & drop: Als blätterbare PDFs, als Rich Media PDFs mit integrierten interaktiven Elementen (z.B. In-Layout-Videos/Slideshows oder bewegliche 360°-Panoramabilder) oder als Multimedia-Magazin mit zusätzlichen Kommentar- und Bewertungsfunktionen.

Natürlich entstehen auf diese Weise „standardisierte“ Apps, die die Möglichkeiten des Publizierens auf Tablets noch nicht ausreizen (nicht nur in Sachen Design). Doch dazu seien weltweit bisher sowieso höchstens zehn Multimedia-Magazine von den „First Movern“ aus der Verlagsbranche in der Lage, so Meyer. Mit „3D-Zeitschrift.de“ oder „wikyte“ kann ein gekonnter Einstieg ins Tablet-Publishing also gelingen. Und dies wäre, auch für kleine Ver­lage, ja nur der Anfang einer Entwicklung.

Herzlich, Ihr

Michael Schüle

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