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Cloud Computing: Chance für Mittelständler

Welche Rolle spielt die IT in Ihrem Unter­nehmen? Vermutlich eine immer wichtigere, denn als Druck- und Mediendienstleister steht man heute vor der Herausforderung, immer mehr Medienkanäle gleichzeitig zu bespielen und selbstverständlich auch übergreifende Services anzubieten. Deshalb wächst der Bedarf an moderner Informations- und Kommunikationstechnologie unaufhörlich. Und dies gilt gleichermaßen für Hardware, Software, Datenhaltung und die passende Infrastruktur.

Größere Betriebe leisten sich hierfür oft eigene IT-Abteilungen. Mittelständler, die sich so etwas nicht leisten können und auch gar nicht wüssten, wo sie dazu das Personal hernehmen sollen, greifen gern auf externe IT-Dienstleister vor Ort zurück. Und beide haben für ihre IT-Ressourcen sowohl die laufenden Hardwarekosten als auch initiale Investitionskosten (z.B. für Softwarelizenzen) zu tragen – mal abgesehen von den Kosten für Energie und Personal.

Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen von Providern in Echtzeit über Datennetze (aus der „Wolke“) bereitgestellt, statt auf lokalen Rechnern. Die Unternehmens-IT samt Da­tenhaltung und Service findet standardisiert im Rechenzentrum des Cloud-Anbieters statt. Die Vorteile: Das nutzende Unternehmen zahlt nur die Leistung, die tatsächlich über das Netz ab­gerufen wird. Die oben angesprochenen Hardware-, Personal- und Energiekosten werden eingespart und der Betrieb kann sich verstärkt seinen Kernkompetenzen widmen.
Vor allem kleinere, mittelständische Unternehmen, die in ihren Investitionsmöglichkeiten be­schränkt sind, profitieren davon, und haben nun Zugang zu „mächtigeren“ Ressourcen.
Das ermöglicht ihnen die Umsetzung neuer Geschäftsprozesse, die sonst finanziell gar nicht machbar wären.

Nicht zuletzt aufgrund dieser Vorzüge ist Cloud Computing derzeit in aller Munde. Auch auf der Cebit war es letzte Woche das Thema Nr. 1. Die Wachstums-raten für die Technologie liegen im hohen zweistelligen Bereich, bis 2015 soll der Cloud-Markt laut dem IT-Bundesverband Bitkom auf 13 Milliarden Euro Umsatz zulegen.
Allein die Sicherheitsaspekte sind es, die den Er­folg des neuen IT-Modells noch bremsen. Laut dem Fachmagazin Computerwoche gilt es hier für Cloud-Nutzer Folgendes zu beachten: Der Cloud-Anbieter sollte die Daten/Anwendungen in der EU, besser noch in Deutschland vorhalten (Datenschutz nach deutschem Recht!). Die Daten bleiben im Besitz des Kunden, der sie je­derzeit wieder exportieren können muss. Zudem sollte der Anbieter eine klare Konzeption seiner Sicherheitsarchitektur darlegen und ein sicheres Rechtemanagement anbieten können.

Herzlich, Ihr

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