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Kennen Sie Paul Nipkow?

Wissen sie, wer Tim Berners-Lee oder Paul Nipkow sind? Wenn ja, gehören Sie zu einer Minderheit. Tim Berners-Lee ist der Erfinder von HTML und Begründer des World Wide Web. Nipkow hat die so genannte Nipkow-Scheibe erfunden – Grundlage seines ersten Fernsehgeräts mit mechanischer Bildübertragung, das in späteren Jahren elektronisch erweitert wurde. Zweifelsohne wichtige und bahnbrechende Erfindungen. Doch ist das Wissen über die eigentlichen Erfinder auch relevant für den Erfolg der jeweiligen Branche? Nein, denn mit „ollen“ Kamellen beschäftigen sich diese Branchen nicht. Sie werben mit Schnelligkeit, Innovation, High-Definition-Auflösungen, 3-D- und Ultraflachbildschirmen.

Ganz im Gegensatz zu vielen Unternehmen der Druckbranche. Allzu oft trifft man auf das etwas pathetische Gedenken an Gutenberg und Co. in Marketing-Formulierungen, der Selbstdarstellung einer Druckerei oder in Form von archaischen Handpressen in den Empfangsräumen. Verstehen Sie mich nicht falsch – Gutenbergs Erfindung markierte einen der Meilensteine der Menschheitsgeschichte und darauf kann die Branche zurecht stolz sein. Doch sollte sich die Bewahrung einer Tradition nicht negativ auf das Image einer kundenorientierten Branche auswirken, die von ihrer Außendarstellung lebt. Ihre Kunden wollen innovative Druckdienstleister, kein Andenken an die Anfänge des Buchdrucks. Dafür gibt es zurecht das Gutenberg-Museum.

Gutenberg selbst wäre wohl vom Festklammern an alten Vorbildern nicht begeistert, schließlich hat er mit seiner Erfindung die menschlichen Wahrnehmungsgewohnheiten revolutioniert. Druckerzeugnisse sind nunmal in Qualität und Quantität nicht mehr mit früheren Zeiten zu vergleichen. Der Fortschritt ist da – zeigen Sie also, was Sie können. Nutzen Sie für ihre Außendarstellung die qualitativen Fortschritte – oder kaufen Sie sich etwa einen HD-Flatscreen, weil Paul Nipkow einen mechanischen Fernsehapparat in der Werbung anpreist?

Herzlich, Ihr

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