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Print- und Tablet-Magazine – jetzt aus einer Hand

Haben Sie es auch gelesen, bestenfalls natürlich in Deutscher Drucker? Quark hat mit App Studio ein Modul fürs automatisierte iPad-Publishing über den Quark Publishing Server (QPS) verfügbar gemacht. Die Betonung liegt hier auf „verfügbar gemacht“. Denn das Ganze ist ab sofort erhältlich und geht nicht erst in eine lange öffentliche Betatestphase wie beim Wettbewerb. Für rund 3000 Euro (App Studio inklusive iPad-Framework) plus einer Lizenzgebühr zur Veröffentlichung der einzelnen digitalen Ausgaben (ab 256 Euro, gestaffelte Preise) kann der QPS-Anwender seine Magazine jetzt auf relativ direktem Weg mit interaktiven In­halten aufs Tablet bringen – und dies gilt nicht nur für das Gerät mit dem angebissenen Apfel auf der Rückseite.

Für Anwender der Desktop-Lösung Xpress 8.5 wiederum stellt Quark noch im Februar einen iPad-Publishing-Service zur Verfügung, bei dem eine kostenlose App-Studio-Xtension zum Einsatz kommt. Quark übernimmt dabei die Konfiguration der „Starter-App“ und als Dienstleistung für den Kunden das Umwandeln des Layouts in die iPad-Ausgabedatei. Liest man dies, muss man kein Prophet sein, um zu mutmaßen, dass die Xtension in der kommenden Xpress-Version eine vollwertige Funktion sein könnte ...
Der neue Ausgabekanal Tablet und die Kreativwerkzeuge zur Erstellung und Darstellung von Inhalten rücken also näher zusammen. Bisherige technische und kreative Hindernisse beim Publizieren auf dem iPad werden verringert, der Designer kann die Kontrolle über das Publishing auf dem iPad übernehmen. Diese Entwicklung ist auf jeden Fall zu begrüßen. Denn nimmt man ein iPad zur Hand und be­schäftigt sich länger mit digitalen Magazinen, so ist der „Fun-Faktor“ aufgrund der neu ge­wonnenen Interaktivität gegenüber dem Printprodukt zunächst groß, nutzt sich aber aufgrund der überschaubaren Menge an „Gimmicks“ relativ schnell ab. Meist ist man ja „nur“ mit drehbaren 360°-Panoramabildern, Slideshows, animierten Grafiken, Wechselbildern und integrierten Audio- oder Videodateien konfrontiert.

Die jetzt nicht länger technisch gebremste Kreativität von Print-/Webdesignern wird hier sicher schnell zu weiteren interaktiven Möglichkeiten in digitalen Magazinen führen, denn die Grenzen sind längst nicht ausgereizt. Hinzu kommen Technologiesprünge bei der nächsten Tablet-Generation: So hat der koreanische Hersteller LG jüngst für sein kommendes Tablet G-Slate die Funktion „Aufnahme und Wiedergabe von 3-D-Videos“ über eine zweilinsige 5-Megapixel-Kamera angekündigt. Da kommen einem doch gleich echte 3-D-Animationen und Holografien als Gestaltungselemente im digitalen Magazin in den Sinn! Eine Lösung wie App Studio müsste dann natürlich mit ihren Funktionalitäten entsprechend mitwachsen...

Herzlich, Ihr

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