Weiterempfehlen Drucken

Was Unternehmen von der WM lernen können

Vier Wochen lang hielt die Fußballweltmeisterschaft halb Deutschland in Atem. Joachim Löws junge Truppe hielt sich erfreulich lange im Turnier und sorgte mit ihren Kantersiegen über England und Argentinien geradezu für euphorische Stimmung. Leider war dann im Halbfinale gegen den Favoriten und späteren Weltmeister Spanien das Ende der Fahnenstange erreicht – der Sieg im Spiel um Platz 3 konnte die kollektive Trauer nur geringfügig lindern.

Bis zu 15 Minuten täglich opferte statistisch gesehen rund die Hälfte der Mitarbeiter für Büro-Tippspiele, das Abfragen von Online-Tickern oder für Spielberichte im Radio. Das ergaben fragebogengestützte Interviews der Uni Hohenheim. Schätzungen zufolge kostete die Fußball-WM demnach 0,25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im Vergleich zu 2006 waren die Auswirkungen damit jedoch geringer; die verlorene Arbeitszeit wirkte sich damals mit 0,4 Prozent des BIP gravierender aus.
Vom modernen Fussball können Unternehmen aber auch einiges Gewinn bringendes lernen: Vorbei sind die Zeiten, in denen sich die Verteidiger ausschließlich dem Verhindern von Treffern und die Stürmer nur dem Toreschießen widmen konnten. Ein Mittelstürmer, der nicht auch „nach hinten arbeitet“, und ein Außenverteidiger, der niemals vor dem gegnerischen Tor auftaucht, haben im hochklassigen Fußball nichts mehr zu suchen. Die „Arbeitsprozesse“ siegreicher Teams sind vernetzter als in früheren Jahren.
Gestiegen sind auch die Anforderungen an die strategischen Fähigkeiten der Mitarbeiter ... Pardon: Spieler. Fußballer moderner Prägung sind in ein Spielsystem eingebunden und müssen blitzschnell von der Verteidigung auf die Offensive umschalten können. Wenn der Ball dann in Richtung gegnerisches Tor rollt, ist One-Touch-Fußball gefragt – Schnittstellenproblematiken sind auf dem Fußballplatz ebenso unerwünscht wie in Unternehmen.
Und auch auf dem grünen Rasen reicht die Qualität und das Resultat der Arbeit allein nicht mehr aus: Fußballmannschaften müssen ihr Spiel heute nicht nur erfolgreich, sondern auch attraktiv gestalten. Wie wir wissen, ist das Erscheinungsbild auch in unserer Branche ein großes Thema. Die Fußball-WM machte deutlich, dass nicht selbstverliebte Alleindarsteller, sondern gut funktionierende Teams, in denen der Spirit das Leistungsvermögen beflügelt, den Erfolg ausmachen. Vielleicht berücksichtigen Sie ja die eine oder andere Erkenntnis der Fußball-WM in Südafrika. Dann holen Sie auch locker die verlorenen 0,25 Prozent Produktivität wieder rein ...

Herzlich, Ihr

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Kommentar

Innovationsmanagement kann nicht nebenher erfolgen

Insider-Kolumne von Bernd-Jürgen Matt aus DD2/2017

Wenn diese Ausgabe des DD erscheint hat das Jahr 2017 bereits Fahrt aufgenommen. Die Zeit zwischen den Jahren dient auch dazu, abseits alltäglicher Routinen zu bilanzieren und über Perspektiven für das eigene Unternehmen nachzudenken. Klar ist, dass erfolgversprechende Innovationen nicht durch plötzliche Eingebung entstehen, sie sind das Ergebnis systematischer, kontinuierlicher und harter Arbeit.

» mehr

Neu bei YouTube: Luftbefeuchtung

Eine optimale Luftfeuchte ist für Druckereien ein wichtiger Produktionsfaktor. Ohne eine zusätzliche Luftbefeuchtung entstehen Probleme im Materialdurchlauf und in der Qualitätssicherung. Schauen Sie sich jetzt das Video an.
mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Deutliche Passerprobleme und Streifenbildungen bei den Druckmustern von Landa.

Landa: viel Show um Nichts?

Wie bereits 2012 glänzt Landa Digital Printing auch auf der Drupa 2016 mit einer fulminanten Show. Die Ankündigungen, dass die Nanografie qualitativ neue Maßstäbe setzen würde, hält aber keiner ernsthaften Betrachtung Stand. An keinem der von uns besuchten Drupa-Stände haben wir schwächere Druckmuster gesehen als bei Landa.
mehr

Zukunft des Digitalen ist Print

17 neue Internetseiten gehen in jeder Sekunde online und auf jeder von Ihnen werden riesige Mengen Content veröffentlicht. Ohne Zweifel: das World Wide Web und die Entwicklung der mobilen Devices haben das Mediennutzungsverhalten grundlegend verändert und die klassischen Medien in Bedrängnis gebracht. Und trotzdem liegt die Zukunft des Digitalen im gedruckten Produkt, ist sich Andrew Davis sicher.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Kommen auch in Ihrem Unternehmen Luftbefeuchtungsanlagen zum Einsatz?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...