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Zur Drupa 2016 hat der Druck seine Attraktivität wiederentdeckt

Insider-Kolumne von Gareth Ward aus DD13/2016

Jede Drupa hat ihr eigenes Motto und sogar ihre eigene Wikipedia-Seite. Aber in welchem Zusammenhang wird man sich an die diesjährige Messe erinnern? Wie wird sie wohl in die Geschichte eingehen? War es eine weitere Inkjet-Drupa oder vielleicht eine Verpackungs-Drupa? Eine Automatisierungs-Drupa oder die Industrie 4.0-Drupa?

Alle Varianten sind legitim und werden vielleicht den Beinamen zu gegebener Zeit verdienen. Sogar der Titel Social-Media-Drupa hat einen potenziellen Anspruch, da so viele Menschen an ihrem Smartphone klebten oder besessen davon war, Selfies zu schießen. Ich bevorzuge es aber, diese Drupa entweder als Anwendungs-Drupa zu sehen oder als die Drupa, bei der Print "zurückschlug" und begann, sich wieder zu behaupten.

Vor vier Jahren war die Stimmung absolut am Boden. Es gab relativ wenige technologische Neuerungen und viele lustlos ausgeführte Stände. Doch was für eine Kehrtwende in diesem Jahr! Von allen Seiten hört man, dass sich die Auftragsbücher füllen, was all denen ein nostalgisches Lächeln abringt, die sich noch an die Crossfield-Jahre erinnern.

Print hat überall wieder die Ausstrahlung, die 2012 verloren ging. Es gibt keine unzugänglichen Maschinen mehr, von denen die Besucher nur erahnen können, wie sie funktionieren. Stattdessen sind sie mit anderen Maschinen verbunden und zeigen, wie richtige Produkte produziert und reale Anwendungen übermittelt werden. Die Investitionsbereitschaft vieler wird angeregt, der Optimismus ist spürbar. Die Branche hat von den elektronischen Medien wenig zu befürchten. Der Druck hat seine Attraktivität wiederentdeckt.

→ Ihre Meinung? insider@print.de

Der Autor 

Gareth Ward ist seit 2010 Herausgeber und Chefredakteur der britischen Fachzeitschrift Print Business sowie der Website printbusiness.co.uk. Er hat die Drupa seit 1983 besucht und schreibt genauso lange über die Entwicklungen in der Druckindustrie.

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