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10 Schritte zu mehr IT-Sicherheit

Digitale Daten besser schützen
 

Es ist gar nicht so schwer, Ihre Daten ein wenig sicherer zu machen. 

Allein 600 Millionen Schadprogramme sind bekannt. 280.000 neue kommen täglich hinzu. Das geht aus dem Bericht zur IT-Sicherheit in Deutschland 2017, den Bundeinnenminister Thomas de Maizière vor nicht kurzem vorgestellt hat. Die Gefähr, Opfer eines Hacker-Angriffs zu werden ist also durchaus real und nicht zu unterschätzen. Eines der größten Risiken für unsere Daten – sei es im privaten Bereich oder im Unternehmen – sitzt allerdings vor dem Rechner.

Unsere Daten sind mittlerweile unser wichtigstes Gut. Know-how, Workflows, Personaldaten – alles ist digital und aufgeräumt auf unseren Rechnern und Servern, ständig verfügbar, ständig abrufbar und selbstverständlich vollkommen sicher. Denken wir. Das Gegenteil ist der Fall. Serverzusammenbrüche, Festplattencrashs oder auch Cyberkriminalität bedrohen regelmäßig unsere digitale Existenz.Und nicht zuletzt stellen die Anwender selbst ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Dabei ist es gar nicht so schwer, für etwas mehr IT-Sicherheit im Unternehmen zu sorgen. Jürgen Kunert, Inhaber des Hamburger Unternehmens ITEE – Informationstechnologie effizient einsetzen, stellt 10 Punkte auf, die Unternehmen zu mehr IT-Sicherheit verhelfen sollen.

  1. Training der Benutzer. Es ist zwingend notwendig, die Mitarbeiter für mögliche Risiken zu sensibilisieren. Einer der wichtigste Grundsätze hierbei lautet: Nachdenken vor dem Agieren. Soll heißen, nicht einfach auf Links zu klicken, die einem zugeschickt werden und auch nicht alle Anhänge zu öffnen, so vielversprechend sie auch klingen mögen.
  2. Regelmäßige Back-ups. Daten, die nicht regelmäßig gesichert werden, lassen sich auch nicht wiederherstellen. Auch sollte die Datensicherung nicht am selben Ort untergebracht sein wie die Originaldaten.
  3. Regelmäßige Updates. Das betrifft sowohl die Betriebssysteme als auch die sontsigen Anwendungen.
  4. Passworte. Viel zu oft werden zu einfache Passwörter (Klarnamen, Geburtsdaten etc.) gewählt und dann auch noch für fast jeden Zugang dasselbe.
  5. Rechtevergabe. „Geben Sie Regeln und Strukturen vor“, rät Kunert. Aus technischer Sicht sollten die „normalen“ Mitarbeiter nicht mit Administratorenrechten ausgestattet sein.
  6. Firewall. Mindestens eine Firewall sollte vorhanden ist – sei es eine auf dem PC bzw. Laptop installierte Software-Firewall oder eine Hardware-Firewall am Internet-Zugang.
  7. Virenscanner. Für E-Mails empfielt sich ein externer Virenscanner bei einem Provider. Zusätzlich zu diesem externen Virenscan sollte noch ein lokaler Scanner mit den aktuellen Pattern installiert sein.
  8. Sicherheits-Einstellungen. Auch die klassischen Computeranwendungen haben Sicherheitseinstellungen, die unbedingt aktiviert werden sollten. Ein Einfallstor bei Browsern sowie in HTML-E-Mails ist Java-Script, das gegebenenfalls deaktiviert werden sollte.
  9. Verschlüsselung. Das betrifft zum einen Transportverschlüsselungen für Mails, die verschickt werden. Das betrifft aber auch die Inhaltsverschlüsselung der Daten auf dem Rechner bzw. dem Laptop mit einem Passwort.
  10. Externe Geräte. Vorsicht geboten ist bei externen Geräten wie USB-Sticks, CDs oder externen Festplatten.

Mehr zum Thema IT-Sicherheit gibt es auch in Deutscher Drucker 12/2017. [893]

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