Kolbus: Kurzarbeit soll bald enden
2011 war das schlechteste Jahr – Zahl der Auftragseingänge steigt wieder
20.02.2012 Christina Hanck
Beim Maschinenbauer Kolbus mit Sitz in Rahden soll die Kurzarbeit in rund zwei Monaten enden. Wie das Unternehmen mitteilte ist auch die Zahl der Auftragseingänge wieder gestiegen.
„2011 war das schlechteste Jahr der Firmengeschichte“, räumte Kai Büntemeyer, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, in einem Gespräch mit der Tageszeitung Neue Westfälische (NW, Bielefeld) ein. Zum Jahreswechsel habe es „praktisch gar keine Arbeit“ mehr gegeben. Von der Entwicklungsabteilung abgesehen habe es in allen Bereichen Kurzarbeit gegeben.
Seit Anfang des Jahres gehe es nun aber wieder aufwärts, betonte der geschäftsführende Gesellschafter. Mittlerweile würde in der Teileproduktion bei Werkzeugmaschinen wieder in drei Schichten gearbeitet. Derzeit gebe es allerdings noch eine „ungleiche Verteilung“, räumte Büntemeyer ein. So arbeiten derzeit viele Mitarbeiter noch halbe Tage, andere aber zehn Stunden am Tag. Noch seien rund 60 Prozent der Belegschaft in Kurzarbeit. „Ich gehe davon aus, dass wir uns in rund zwei Monaten endgültig von der Kurzarbeit verabschieden“, wird Büntemeyer zitiert.
Seit 2008 hat das Rahdener Unternehmen Personal abgebaut. Jeder fünfte würde bis zum Sommer dieses Jahres seinen Job verloren haben. Künftig sollen am Standort Rahden noch knapp 1.000 Beschäftigte unter Vertrag sein. Stolz sei man, dass der „Abbau“ "zu rund 85 Prozent sozialverträglich erfolgt sei", sagt Büntemeyer. Sei jemand in den Ruhestand getreten, wurde die Stelle nicht wieder besetzt. Befristete Verträge wurden nicht verlängert, es gab die Früh-Verrentung. Auch habe es ein „einvernehmliches Ausscheiden“ aus dem Betrieb gegeben. Kai Büntemeyer: "Es hat weniger als 30 betriebsbedingte Kündigungen gegeben." Die Ausbildung führe Kolbus in vollem Umfang weiter. In den vergangenen Jahren habe es aber laut NW niedrigere Übernahme-Quoten gegeben.


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