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ASV: Zahlen für 2001 bekannt gegeben

Jahresfehlbetrag von 198 Mio. Euro

»Wir erleben die größte Krise der Printmedien seit dem zweiten Weltkrieg«, betonte der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer Verlag AG, Dr. Mathias Döpfner anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz am Dienstag in Berlin. Besonders hart habe es die Rubrikenmärkte der Zeitungen getroffen, darunter leide die gesamte Branche. Das rückläufige Anzeigengeschäft, gestiegene Papierpreise, Aufwendungen für die Sicherung des Kerngeschäfts, Abschreibungen und Integrationskosten des Heyne-Verlages haben zu einem Jahresfehlbetrag von 198 Millionen Euro geführt - dem ersten Verlust in der 50-jährigen Verlagsgeschichte. Im Vorjahr hatte der ASV noch einen Überschuss von 98 Millionen Euro verbucht. Der Umsatz sank um 1,3 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro. Auch in diesem Jahr setzt sich der Abwärtstrend fort. In den ersten vier Monaten sanken die Anzeigenerlöse um 9 Prozent. Der Vertriebsumsatz konnte dagegen - aufgrund von Preissteigerungen und ausländischen Aktivitäten - um 3 Prozent gesteigert werden. Aufgrund des schlechten Marktumfelds werde ein Umsatzplus im aktuellen Geschäftsjahr nur schwer erreichbar sein, heißt es aus dem Verlag. Auch das Ergebnis werde sich nur moderat verbessern. Positive Impulse im Anzeigenmarkt könnten der Bundestagswahlkampf und die Fußball-WM setzen. Dennoch rechnet der Verlag im Falle der Konjunkturbelebung für den deutschen Werbemarkt nur mit einem Plus von bis zu 1 Prozent.

Axel Springer Verlag http://www.asv.de

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