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Abc-Druck hat den Betrieb eingestellt

Geschlossen: der Produktionsstandort von Abc-Druck in Liederbach

Die seit August in Insolvenz befindliche Firma Abc-Druck im hessischen Liederbach hat Mitte November den Betrieb eingestellt. Dies bestätigte der Frankfurter Anwalt Peter Jost auf Anfrage der Lokalzeitung Höchster Kreisblatt.

Bis zuletzt, so heißt es, habe der Insolvenzverwalter gehofft, noch einen Retter für die Druckerei mit ihren früher einmal 40 bis 50 Mitarbeitern zu finden. Mit einem potentiellen Investor, einer großen Druckerei im Rhein-Main-Gebiet sei lange verhandelt worden. Doch letztlich sei der Interessent abgesprungen. Er habe das Risiko nicht eingehen wollen, alle Mitarbeiter, bei denen noch Arbeitsgerichtsprozesse laufen, übernehmen zu müssen.

Seit dem Insolvenzantrag hatte Geschäftsführer Andreas Gärtig den Betrieb mit einem Mini-Aufgebot von rund einem Dutzend Beschäftigten aufrecht erhalten. Doch selbst mit diesem Rumpfteam seien keine schwarze Zahlen mehr geschrieben worden, betont Jost. "Es war nicht in die Gewinnzone zu kommen." Da er das Personal nicht noch weiter reduzieren konnte, wurde die Firma stillgelegt. Von den Mitarbeitern haben aber gut zwei Drittel einen neuen Job gefunden, macht Geschäftsführer Gärtig deutlich.

Hauptgrund für die Misere sei die Wirtschaftskrise gewesen. Sie habe die Druckerei voll getroffen. Die Umsätze seien 2009 um bis zu 30 Prozent eingebrochen. Auch in diesem Jahr lief es offenbar nicht besser, so dass die zwischenzeitliche Kurzarbeit bei Abc-Druck nur ein Tropfen auf den heißen Stein war.

Das Insolvenzverfahren bleibt von der Schließung unberührt. Jost rechnet damit, dass sich die Abwicklung des Unternehmens noch nächstes Jahr hinziehen wird.

Unter dem nahezu identischen Namen gibt es die Firma Abc-Druck aber weiterhin – allerdings nicht in Liederbach, sondern in Kronberg. Dorthin wurden der Name und der Kundenstamm verkauft, berichtet Gärtig, der in der neuen Firma wieder als Geschäftsführer tätig ist. Mit neuen Gesellschafter, die aus der Druckbranche kommen, gebe es hier einen Neuanfang mit etwa 30 Mitarbeitern.

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