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Agensketterl, AV+Astoria und Grasl Fairprint legen Produktion zusammen

Gemeinsame Investition in die Weiterverarbeitung
 

Mit zwei Falzanlagen Stahlfolder TX 96 mit PFX-Anleger wird fast das gesamte Signaturen-Volumen bewältigt.

Die österreichischen Druckereien Agensketterl, AV+Astoria und Grasl Fairprint haben ihre Produktion unter einem Dach zu einer der größten Akzidenzdruckereien im deutschsprachigen Raum zusammengeführt. Dabei treten die Firmen am Markt selbstständig auf, die gemeinsame Produktion findet am Standort in Bad Vöslau statt. Für die Druckweiterverarbeitung wurde jetzt eine gemeinsame Lösung gesucht.

Mit der Zusammenlegung der der Druckereien hätten die Unternehmen eine Größe erreicht, "die uns wettbewerbsfähig macht und mit der wir gemeinsam unsere Aktivitäten in Österreich ausbauen können“, erklärt Walter Grasl, Geschäftsführer von Grasl Fairprint. Die Zusammenlegung zog auch Investitionen nach sich. Gerade in der Druckweiterverarbeitung wurden einige Bereiche durch Investitionen in neue Maschinenkonzepte gänzlich neu aufgestellt, berichtet Grasl.

Den Zuschlag für die Falztechnologie erhielt die Heidelberger Druckmaschinen AG. Hier erfolgte zunächst eine intensive Beratung. Auf Grundlage von existierenden Auftragsauswertungen, der jeweiligen Jobstrukturen und der Auflagenhöhen wurde ein Gesamtkonzept über alle drei Betriebe entwickelt. Aus ehemals sechzehn Falzmaschinen sind nun acht Maschinen geworden, darunter zwei neue Hochleistungsfalzanlagen Stahlfolder TX 96 mit dem PFX-Anleger sowie zwei Stahlfolder TH 66. Im September soll noch ein neues Polar Pace Cutting-System folgen, um auch im Bereich Schneiden gut aufgestellt zu sein.

Die neuen Maschinen am Standort in Bad Vöslau sind seit April installiert. Auf den beiden Stahlfolder TX 96 werden alle 16-seitigen Signaturen verarbeitet. Was bisher acht Maschinen bewältigt haben, schaffen laut Grasl jetzt diese beiden Maschinen mit einer Laufleistung, die laut Heidelberg zwischen 15.000 bis 20.000 Bogen pro Stunde liegem soll. Die beiden Stahlfolder TX 96 sind über den Prinect Postpress Manager in den Workflow der vollstufigen Druckerei integriert. Der PFX-Palettenanleger nutzt das gleiche Prinzip wie ein Druckmaschinenanleger. Die Bogen kommen geschuppt in den Anleger und auch geschuppt ins Falzwerk, was für einen hohen Durchsatz sorgt, der um bis zu 50 Prozent höher sein soll als bei einer konventionellen Kreuzbruch-Produktion.

Falzarbeiten für Mehrfach-Nutzen, Vielfach-Leporello oder Spezialanwendungen werden auf den beiden neuen Stahlfolder TH 66 produziert. Wie auch bei den Druckmaschinen gibt es für den Maschinenpark in der Weiterverarbeitung einen präventiven Wartungsplan von Heidelberg, um Stillstandszeiten zu vermeiden.

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Leserkommentare (1)

printfreun.de | Donnerstag, 25. August 2016 12:56:01

Zusammenlegung: Einzel auftreten und eine Produktionsstätte

Ich wünsche den beteiligten Unternehmen und besonders ihren Mitarbeitern gutes Gelingen beim neuen "Miteinander", viel Erfolg und eine gute, erfolgreiche Marktpositionierung durch den Quasi-Zusammenschluss.
Aber, einzeln auftreten und dann eine Produktion fahren? Ob das gut geht, wenn man in Richtung Anfragen, Preisfindung, Fertigung und Termine denkt?
Freue mich trotzdem über jeden erhaltenen Arbeitsplatz in unserer heimischen Druckindustrie.

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