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Agfa-Gevaert: Ergebnis der ersten drei Quartale 2003

Rückläufiger Umsatz durch Währungseffekte

Nach den ersten neun Monaten 2003 hat der Umsatz von Agfa 3,168 Milliarden Euro erreicht, gegenüber 3,499 Milliarden Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang um 9,5 Prozent ist weitgehend auf die Stärke des Euro zurückzuführen. Bei stabilen Wechselkursen würde der Rückgang des Gruppenumsatzes lediglich 1,9 Prozent betragen. Die Schwäche der Märkte war vor allem in Europa zu spüren, wo über die Hälfte des Gruppenumsatzes erzielt wird. Der Umsatz in der NAFTA-Region blieb (ohne Währungseffekte) nahezu unverändert, während sich in den Regionen Asien und Lateinamerika eine Erholung abzeichnete.
Nach neun Monaten belief sich der Bruttogewinn auf 1,351 Millionen Euro und lag damit 10 Prozent niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung führt Agfa auf geringere Umsätze, die Stärke des Euro und den zunehmenden Preisverfall zurück, wodurch die positiven Effekte des Horizon-Plans aufgezehrt wurden. Darüber hinaus hat die Schwäche der Märkte im Bereich Consumer Imaging ganz entscheidend zum Rückgang des Bruttogewinns von Agfa beigetragen. Die Bruttogewinnmarge ging leicht auf 42,6 Prozent zurück, im Vergleich zu 42,9 Prozent nach drei Quartalen 2002.
Vor allem dank der durch den Horizon-Plan erzielten Kosteneinsparungen konnte Agfa die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten um 7,2 Prozent senken, während der Forschungs- und Entwicklungsaufwand um 1,1 Prozent zurückging. Nach 67 Millionen Euro im Vorjahr verbuchte Agfa in den ersten neun Monaten 2003 Restrukturierungskosten und einmalige Aufwendungen von 46 Millionen Euro. Der sonstige Betriebsaufwand ging ebenfalls zurück, vor allem weil 2002 durch eine Goodwill-Minderung für Talk Technology in Höhe von 14,5 Millionen Euro belastet war.
Das operative Ergebnis lag im Dreivierteljahr bei 259,8 Millionen Euro (Vorjahr: 302,6 Millionen Euro), und die Umsatzrendite erreichte 8,2 Prozent gegenüber 8,7 Prozent in 2002. Der Gewinn vor Steuern erreichte 205 Millionen Euro (Vorjahr: 230 Millionen Euro). Bei Steuern in Höhe von 71 Millionen Euro ergab sich ein Reingewinn von 134 Millionen Euro nach 149 Millionen Euro für die ersten neun Monate des Vorjahres.
In den kommenden Monaten will Agfa den Horizon-Plan zum Abschluss bringen. Im Rahmen des geplanten Personalabbaus von 4.000 Mitarbeitern hatten Ende September bereits 3.723 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) das Unternehmen verlassen, und die restlichen 300 Mitarbeiter scheiden Anfang 2004 aus. Agfa geht davon aus, dass die Ergebnisse für die Arbeitsgebiete Graphic Systems und Health Care in den kommenden Monaten der Entwicklung während des restlichen Jahres entsprechen werden. Allerdings erwartet das Unternehmen einen Restrukturierungsaufwand von insgesamt 95 Millionen Euro, von dem bislang 46 Millionen gebucht sind, so dass der Reingewinn im letzten Quartal nur geringfügig positiv sein wird.

Agfa-Gevaert-Gruppe http://www.agfa.com

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