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Aktionäre stoppen Tiefdruck-Fusion

84 % der RSDB-Anteilseigner lehnen Übernahme des Europageschäfts von Quebecor World ab

Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der Druckholding RSDB N.V. am Donnerstag in Amsterdam haben sich die Aktionäre des Unternehmens mit großer Mehrheit gegen die Übernahme des Europageschäfts von Quebecor World (QW) ausgesprochen.
Einer Meldung des «Financieele Dagblad« zufolge sprachen sich 84 Prozent des vertretenen Kapitals gegen den Vorschlag der Firmenleitung aus, Europas größten Druckkonzern zu bilden. Die RSDB N.V. ist besser bekannt unter dem Namen ihrer Haupt-Produktionsfirma Roto Smeets.
RSDB wollte insgesamt 234 Mio. Euro für den Erwerb der europäischen Aktivitäten des kanadischen Unternehmens QW bezahlen. Anteilseigner hielten den Kaufpreis nun für zu hoch und sahen in der Übernahme ein zu großes Risiko.
Die Nachricht sorgte sofort für heftige Reaktion an der Amsterdamer Börse Euronext, wo der RSDB-Kurs zunächst binnen weniger Minuten von 32,40 Euro um 12,5 Prozent auf 28,35 Euro abrutschte, sich aber später wieder stabilisierte.
RSDB teilte in einer Presseerklärung mit, die Strategie des Unternehmens, sich weiterhin auf das Printgeschäft auszurichten und an einer Konsolidierung der Branche mitzuwirken, habe sich durch die ablehnende Haltung der Aktionäre nicht verändert.
RSDB kündigte allerdings an, dass die Beratungskosten im Zuge der Fusionvorbereitung den Nettogewinn für 2007 deutlich schmälern würden.
Nach Angaben der Amsterdamer Börse sind die größten Anteilseigner von RSDB die Firmen Laxey Partners (16,0 %), Riva Investments (15,3 %), VNU (13,5 %), ING Groep (12,1 %) und Bestinver (10,9 %).
Gemessen an der Produktionskapazität in Tiefdruck und Offset stuft sich RSDB unter Europas größten Druckunternehmen auf Platz 6 ein, QW wird auf Platz 3 gesehen – hinter Prinovis und Bertelsmann Arvato. Die Plätze 4 und 5 werden Polestar und der Schlott-Gruppe zugeschrieben.

RSDB N.V. http://www.rsdb.nl

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