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Am Dienstag gehen die Tarifverhandlungen in die fünfte Runde

Verdi weitet die Warnstreiks aus

Vor der fünften Verhandlungsrunde für die deutsche Druckindustrie fordert der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) erneut Zurückhaltung von der Gewerkschaft Verdi.
Der BVDM appellierte an die Gewerkschaft, wegen der Branchensituation einem wirtschaftlich verträglichen Tarifabschluss zuzustimmen. Die Umsatzentwicklung sei im ersten Quartal mit einem Minus von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr enttäuschend gewesen, teilte der Verband mit. Im Gegensatz dazu seien die Umsätze aller Industriebetriebe von Januar bis März um 9,2 Prozent gestiegen.
Der Verband begründete den Rückgang vor allem mit dem schwächeren Auslandsgeschäft, das zwölf Prozent Umsatz eingebüßt habe. Aber auch im Inland hätten die Erlöse nur ein Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Die Ertragslage der Unternehmen werde zudem durch steigende Kosten etwa für Papier belastet.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat unterdessen die Warnstreiks in der Druckindustrie für Dienstag ausgeweitet. Beschäftigte aus über 100 Betrieben sind aufgerufen, die in Frankfurt am Main stattfindenden Verhandlungen mit Streiks zu begleiten.
»Wir erhöhen den Druck auf die Arbeitgeber, um endlich ein akzeptables Ergebnis für die rund 180.000 Beschäftigten der Druckindustrie zu erzielen«, machte der stellvertretende Verdi-Vorsitzende Frank Werneke deutlich.
Es gebe keine vernünftige Begründung, so Werneke, warum ausgerechnet die Drucker nach vier Jahren Reallohnverlust nicht an der allgemeinen Einkommensentwicklung teilhaben sollten.
»Verdi ist den Arbeitgebern bereits deutlich entgegengekommen. Nun haben es die Arbeitgeber in der Hand, mit einem akzeptablen Angebot eine Verschärfung des Arbeitskampfes zu verhindern«, fordert der Gewerkschafter.

Bundesverband Druck und Medien http://www.bvdm-online.de

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