Andrew Davis: "Die Zukunft des Digitalen ist Print!"


 

Andrew Davis hatte auch eine Reihe an Tipps im Gepäck für diejenigen, die das Prinzip des Content-Kontinuums umsetzen wollen.

Digital to Print.

Wer das Prinzip des Content-Kontinuums verstanden hat und danach Printprodukte entwickeln will, für den hatte der Redner auf der Dscoop-Anwenderkonferenz auch eine Reihe an Tipps im Gepäck.

Nummer 1: „Starte klein, aber denke groß“.

„Denken Sie an ein großes Projekt, das mit Print umgesetzt werden kann, mit dem man sich aber in der digitalen Welt ausprobieren und experimentieren kann. Denken Sie groß, indem Sie kleine Erfolge nutzen.“ Ein Beispiel: Justin Halpern, ein arbeitsloser Autor musste aus Geldnot wieder bei seinen Eltern einziehen. Irgendwann begann er die witzigen oder derben Sprüche seines Vaters auf Twitter zu posten und binnen dreier Monate hatte er mehr als 100000 Follower. Kurz darauf hatte er einen Deal mit Warner Bros. und packte die gesammelten Sprüche in ein Buch, das nur ein Jahr später zu den New-York-Times-Bestsellern gehörte und ihn sogar ins Fernsehen brachte. „Sein Buch entstand aus Twitter“, resümiert Davis. „Wenn Sie etwas einfaches haben, das auf Twitter funktioniert: Was können Sie tun, um dessen Haltbarkeit nachhaltig zu verlängern? Print!“

Tipp Nummer 2: „Decken Sie die Geschichten von innen heraus auf“.

 „Was, wenn wir unsere eigenen Da-ten, internen Einblicke und (Kunden-)Geschichten für großartigen Print-Content heben könnten? Fragen Sie, welche Inhalte Sie regelmäßig erstellen und sammeln, aber noch nicht nutzen“, so seine Anregung.

Tipp Nummer 3: „Nutzen Sie Content mit einer kurzen Lebensdauer und machen Sie daraus etwas langlebiges“.

 Auch hierfür hatte Davis ein Beispiel parat. Die Japanerin Rin schrieb ein Buch, indem sie jeden Tag eine Textnachricht mit 200 Zeichen verschickte. Schnell hatte sie „Abonnenten“, die irgendwann nach einer Möglichkeit suchten, sich tiefer mit den Inhalten zu beschäftigen und es physisch ablegen zu können. Also machte sie aus ihren „Handy-Büchern“ irgendwann gedruckte Bücher. Oder der Engländer, der aus seinen Tumbler-Posts „Text from Dog“ – virtuelle Nachrichten eines Hundes an sein Herrchen, während dieser auf Arbeit ist – zu einem Buch gemacht hat, das auch auf Amazon verfügar bar. Durch Print werden die kurzlebigen digitalen Erfolgsgeschichten erst langfristig haltbar.

Tipp Nummer 4: „Überdenke das Content-Kontinuum“.

 „Suchen Sie nach digitalen Erfolgen. Lernen Sie, was die Nutzer wollen und generieren Sie daraus ein Printprodukt. Setzen Sie dieses dann wieder dazu ein, um die Nutzer erneut auf die digitalen Angebote zu lenken“, so Davis.

Tipp Nummer 5: „Schauen Sie sich Ihre Kunden genau an und seien Sie auf den Plattformen vertreten, auf denen auch Ihre Kunden sind.“

Zum Abschluss erinnerte Andrew Davis an das, was er bereits zu Beginn sagte: „Print ist eine oft verpasste Chance im Marketing, um sich mit seiner Botschaft im Informationsüberfluss abzuheben und wahrgenommen zu werden“. „Denn denken Sie daran: Die Zukunft des Digitalen ist Print.“

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