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Anklage gegen Druckerei-Geschäftsführer

Vorwurf des Subventionsbetrugs in Millionenhöhe

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen Wolfgang Lerchl, Geschäftsführer der Radebeuler Online-Druckerei Unitedprint erhoben. Nach Angaben der Chemnitzer Morgenpost geht es um Subventionsbetrug in Millionenhöhe.
Wegen eines Anfangsverdachts hatten bereits 2007 und 2008 Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung dem Sitz des Druckerei-Unternehmens United Print in Radebeul einen Besuch abgestattet. Lerchls Privathaus sowie eine Steuerkanzlei wurden ebenfalls durchsucht.
Beinahe zwei Jahre später hat die Staatsanwaltschaft genügend Material für eine Anklage zusammengetragen. Oberstaatsanwalt Christian Avenarius sagt hierzu: „Wir haben Anklage gegen den geschäftsführenden Direktor einer in Radebeul ansässigen Druckerei erhoben.“ Ihm wird vielfacher Subventionsbetrug von Ende 2002 bis Ende 2006 vorgeworfen. Die Sächsische Aufbaubank (SAB) soll um nahezu 6,5 Millionen Euro betrogen worden sein: Fluthilfegelder und Investitionszulagen, die Wolfgang Lerchl im Zusammenhang mit der Neuanschaffung von Druckmaschinen zu Unrecht erhalten haben soll.
Lerchl, der nach eigenen Angaben eine Vielzahl von Internet-Druckplattformen in mehreren Ländern betreibt (unter anderem unitedprint.com), hatte 2002 sein überflutetes Unternehmen in Meißen – die MDH Meißener Druckhaus AG – aufgegeben. Die Druckmaschinen seien in Meißen vom Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Dies bezweifelt die Staatsanwaltschaft. In Radebeul errichtete Lerchl einen Neubau, der auch mit neuen Maschinen ausgestattet wurde.

Unitedprint http://www.unitedprint.com

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