Weiterempfehlen Drucken

Arctic Paper Mochenwangen stellt Produktion ein

Produktion und Betrieb der Papierfabrik enden im Dezember 2015
 

Arctic Paper stellt die Produktion im Werk Mochenwangen ein. Quelle: Arctic Paper

Der Zellstoff- und Papierhersteller Arctic Paper S.A. mit Hauptsitz im polnischen Poznan, Muttergesellschaft von insgesamt vier Feinpapierfabriken, hat bekannt gegeben, dass die im Juli 2015 angekündigte "Prüfung von Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Verluste der Artic Paper Mochenwangen im Rahmen des Profit Improvement Program 2015/2016" (print.de berichtete) eine weitere Stufe erreicht hat.

Produktion und Betrieb des unter Arctic Paper Mochenwangen GmbH firmierenden Werkes in Wolpertswende-Mochenwangen (Baden-Württemberg) werden im Dezember 2015 eingestellt, die circa 200 Mitarbeiter des Unternehmens werden laut Arctiv Paper entlassen. Offensichtlich hat sich seit Bekanntgabe des "Profit Improvement Program 2015/2016", das alle Einheiten des Unternehmens umfassen und das Ziel verfolgen soll, die Kosten im Gesamtunternehmen um rund 12 Mio. Euro zu verringern, bisher kein Käufer für das Werk Mochenwangen gefunden.

Mitte November 2015 wurde ein sogenanntes Einigungsstellenverfahren mit dem Betriebsrat abgeschlossen, ein Sozialplan wurde vereinbart. Alle bis dato bestätigten Kundenaufträge sollen wie vereinbart noch produziert und ausgeliefert werden, heißt es aus dem Unternemen. Dies schließe selbstverständlich nicht aus, dass der baden-württembergische Betrieb noch an einen Interessenten veräußert werde.

Die mit der Einstellung von Produktion und Betrieb in Mochenwangen verbundenen Gesamtkosten werden laut Arctic Paper S.A. in einer Höhe von etwa 9,3 Millionen Euro veranschlagt. Im vierten Quartal werde eine entsprechende Rückstellung gebildet und als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit verbucht.

Diese Maßnahmen ermöglichen es der Arctic Paper Gruppe laut eigenen Angaben, sich künftig auf die drei Papierfabriken Arctic Paper Kostrzyn, Arctic Paper Grycksbo und Arctic Paper Munkedal zu konzentrieren. Mit dieser Entscheidung lege das Unternehmen seine volle Aufmerksamkeit auf die Produktion von profitablen Produkten und die Umsetzung des "Profit Improvement Program 2015/2016".

Hintergrund
Die Einigungsstelle als betriebsverfassungsrechtliches Hilfsorgan eigener Art soll dazu dienen, Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat bzw. Personalrat zu schlichten.

Arctic Paper Mochenwangen hat laut eigenen Angaben eine bisherige Produktionskapazität von 95.000 t Papier und 55.000 t Holzschliffzellstoff pro Jahr. Das Werk produziert hauptsächlich ungestrichene holzhaltige Papiere für die Buchproduktion und Spezialpapiere für beispielsweise Fußböden und Tapeten.

Anzeige

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Metsä Board arbeitet mit neuer Extrusionsbeschichtungslinie

Anlage wurde im Werk in Husum (Schweden) installiert

Der Papier- und Kartonhersteller Metsӓ Board, ein Unternehmen der Metsä Group, gibt die Inbetriebnahme einer neuen Extrusionsbeschichtungslinie im Werk in Husum, Schweden, bekannt. Die Beschichtungslinie verfügt laut Metsä Board über eine Jahreskapazität von über 100.000 Tonnen und entspricht einem Investitionsvolumen von 38 Mio. Euro (siehe print.de). Die neue Anlage, die bereits erste Aufträge bearbeitet, soll den globalen Lebensmittelmarkt bedienen.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen einen Betriebskindergarten?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...